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20.07.2001 - 

IT in der Prozessindustrie/Kommentar

Ohne Versuch kein Irrtum

Helga Biesel Redakteurin CW

Sicherheit wird in der Prozessindustrie groß geschrieben. Der streng reglementierte Umgang mit Gefahrgütern, die Umweltproblematik und die hohe Komplexität der Produktion insbesondere in der Chemie- und Pharmaindustrie, aber auch in der Lebensmittelbranche, haben offenbar in allen Unternehmensbereichen zu einem hohen Sicherheitsbewusstsein geführt.

Nur so ist zu erklären, warum sich gerade diese Branchen dem E-Commerce, also dem Hype des Jahres 2000, so "erfolgreich" entziehen konnten. Viele Verantwortliche sehen das heute als Vorteil im Sinne von "Ohne Versuch kein Irrtum" und bleiben im Einkauf und Vertrieb (noch) bei den klassischen Methoden (Seite 44).

Ganz anderes gilt für die Sektoren Forschung und Produktion. Doch steht auch hier die Vermeidung von Risiken im Vordergrund, wobei innovative Anwendungen und Verfahren aus der Robotertechnik, der Mikroelektronik und Bioinformatik unter dem Label "I-Biologie" Entwicklungstempo und Produktivität vorantreiben. Unterstützt von Wissens-Management und weltweiten Forschungsnetzen, entwickeln die Großen der Pharmabranche mit Hilfe von massivem IT-Einsatz die Medikamente der Zukunft (Seite 46).

Auf Basis dieser guten Erfahrungen könnte sich schon bald, ausgehend von den vorhandenen Betriebssteuerungssystemen, eine fundierte Annäherung an E-Commerce-Anwendungen ergeben; Berater und Softwareindustrie hat die Zurückhaltung der Prozessindustrie nicht ruhen lassen. Collaborative-Systeme stehen als neue Problemlöser bereit (Seite 48).

In der eigentlichen Herstellung, beispielsweise von Medikamenten oder explosiven Stoffen, tun sich ebenfalls risikoreduzierende, aber mikroelektronische IT-Lösungen auf (Seite 50).

Im Gegensatz zu anderen Branchen vollzieht sich IT-Innovation in der Prozessindustrie eher im Verborgenen.