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Gemeinde Raaba will kein Gelände zur Verfügung stellen:

Oki-Voest-Kooperation droht zu scheitern

25.10.1985

WIEN (apa) - Verblüffung und Kritik kennzeichneten die meisten Reaktionen auf die Entscheidung der Gemeinde Raaba, das Gelände für die kooperative Mikroelektronikfertigung Oki-Voest nicht zur Verfügung zu stellen. Die Hoffnungen der Politiker, aus dem "Raaba-Geist" zu profitieren und das Werk in Österreich anzusiedeln, scheinen jedoch vergebens.

Lacina zeigte sich nach dem jüngsten Gespräch mit dem steirischen Landeshauptmann Dr. Josef Krainer zuversichtlich, das Projekt doch in der Steiermark zu belassen. Der Verkehrsminister meinte, es dürfte nach dem doch "eigenartigen Beschluß" des Gemeinderates von Raaba im Sinne der wirtschaftlichen Darstellung Österreichs im Ausland zu keiner "Dramatisierung" kommen. Man sei bei diesem japanisch-österreichischen Projekt noch im Zeitplan und er sei zuversichtlich, in der Steiermark rasch einen Ersatzstandort zu finden.

Scharf ins Gericht ging die Industriellenvereinigung mit der "bewußt geschürten Industriefeindlichkeit". Nunmehr scheiterten offensichtlich auch lnvestitionen im Bereich der Mikroelektronik selbst in strukturschwachen Regionen. Die Industriellenvereinigung stellte die Möglichkeit einer industriellen Strukturpolitik in Österreich ernsthaft in Frage.

Bundeskanzler Dr. Fred Sinowatz betonte in einem Telegramm an den Oki-Präsidenten das "nachhaltige Interesse Österreichs an der Errichtung des Oki-Werks". Es komme nun darauf an, bei den japanischen Unternehmen wieder das Vertrauen zu Österreich zu gewinnen.