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12.01.1996 - 

"Delta Solution" von der MIS GmbH als Beispiel

Olap-Datenbank-Technik eignet sich fuer Analyse und Controlling

Ein grosses Problem bei Tabellenkalkulationen besteht darin, dass solche Programmsysteme nicht nur fuer Analyse- und Planungszwecke eingesetzt, sondern auch zum Speichern komplexer Datenmengen "missbraucht" werden, wobei man oft an die Grenzen der Software stoesst. Eine Loesung bietet die Auslagerung der Tabellendaten. Dieses Verfahren wird als Online Analytical Processing (Olap) bezeichnet und hat zu den sogenannten Olap-Datenbanken gefuehrt.

In solchen analytischen Datenbanken wird eine Synthese zwischen den Vorteilen herkoemmlicher Datenbanken und Tabellenkalkulationen hinsichtlich der Datenverwaltung, Flexibilitaet, Benutzerfreundlichkeit und Zellenorientierung angestrebt. Daher werden nicht mehr Listen von Datensaetzen abgespeichert, sondern eine Struktur von Zellen - aehnlich einem Arbeitsblatt bei Tabellenkalkulationen.

In den Bereichen Planung und Controlling benutzt man fuer Datenmodelle haeufig den Olap-Ansatz mit zellenorientierten und multidimensionalen Modellen. Die Olap-Datenbank "TM/1" von MIS ist eine solche multidimensionale Datenbank. In den dort abgelegten Tabellen, die man als Struktur einzelner Zellen ansehen kann, werden mehrere Dimensionen zu einer Matrix kombiniert. Als Schnittstelle zum eigentlichen Spreadsheet dient eine zusaetzliche Verbindungssoftware. Ueber sie kann bei Bedarf auch die TM/1-Datenbank komplett zum Beispiel von "Excel" aus verwaltet werden. Dafuer bedarf es jedoch eines Browsers fuer die Navigation in den Datenbanktabellen und der Moeglichkeit, Arbeitsblaetter mit den Tabellen zu verknuepfen.

Die Olap-Systeme verlangen wie andere Datenbanken auch nach geeigneten Entwicklungswerkzeugen. Diese sind darauf abgestimmt, den Entwurf und die Verwaltung komplexer n-dimensionaler Konstrukte einschliesslich ihrer Hierarchien, Zugriffsrechte und Verarbeitungsregeln handhabbar zu machen.

Im Fall des "Modeller" von MIS werden Datenobjekte als Elemente einzelnen Dimensionen zugeordnet, die man dann wiederum zu mehrdimensionalen Modellen verknuepft.

Ein- und mehrdimensionale Modelle werden verknuepft

Eine Dimension ist dabei eine Liste zusammengehoeriger Elemente, die zu mehrdimensionalen Matrizen kombiniert werden; Dimensionen selbst enthalten keine Daten. Ueber Cross-Reference-Listen ist die mehrfache Benutzung einer Dimension in unterschiedlichen Modellen darstellbar.

Elemente lassen sich innerhalb einer Dimension ueber die Anwahl mit der Maus zu Aggregationsstufen zusammenfassen. Somit sind auch parallele Konsolidierungen derselben Elemente zu unterschiedlichen Verdichtungen moeglich.

In der Olap-Datenbank werden bei Bedarf Berechnungsregeln und -sequenzen online durch den Server im Hintergrund ausgefuehrt. Dies koennen beispielsweise mathematische Algorithmen, geometrische Berechnungsvorschriften, logische Konstrukte oder Boolesche Operatoren sein. Ueber das Modeller-Tool ist es moeglich, solche Regeln interaktiv zu definieren und zu verwalten. Nachdem man ein vollstaendiges Datenmodell erzeugt hat, kann man es ueber eine Exportfunktion mit allen zugehoerigen Verwaltungsdateien in einem Format extrahieren.

Ueblicherweise sammelt sich in einem Unternehmen im Laufe der Zeit ein gewisser Datenbestand an, der in unterschiedlichen operativen Systemen etwa fuer Buchhaltung, Faktura oder Vertrieb gespeichert ist. Dateisysteme werden dafuer ebenso verwendet wie Datenbanken.

Besonders in den Bereichen Controlling, Planung und Analyse kommt es beim Austausch von Daten zwischen verschiedenen operativen Systemen zu Problemen. Fuer diese Abteilungen ist es aber erforderlich, aus den heterogenen Quellen die wichtigen von den unwichtigen Daten zu trennen und in einer Datenbank oder Datensicht zusammenzufassen. Es gibt entsprechende Werkzeuge wie "Import Master" in Delta Solutions, die den Austausch von Daten zwischen verschiedenen relationalen Datenbanksystemen unterstuetzen und dabei Olap-Datenmodelle einbeziehen.