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03.10.1997 - 

Hersteller gründen High-speed-Initiative

Olicom bringt mehr Bandbreite in Token-Ring-Netzwerke

Nachdem in der Vergangenheit nur von Fast Ethernet die Rede war und der Token Ring in der Versenkung zu verschwinden drohte, sind die Hersteller aufgewacht. Mehrere Anbieter haben jetzt die Initiative High-speed Token Ring (HSTR) gegründet, um gemeinsam einen Standard für den 100 Mbit/s schnellen Token Ring zu definieren. Olicom und IBM sind dabei vorgeprescht und haben dem 802.5 Committee einen HSTR-Entwurf vorgelegt, der als Industriestandard dienen soll. Bei diesem Verfahren könnten Netzadministratoren laut Olicom die Bandbreite im Netz von 16 Mbit/s auf 100 Mbit/s und später dann auf 1 Gbit/s steigern, ohne die vorhandene Infrastruktur stark verändern zu müssen.

Spezielle Chips für Token Ring

Bis die ersten HSTR-Produkte auf den Markt kommen, müssen sich die Kunden noch etwas gedulden. Zunächst stellt Olicom mit dem Token-Ring-Switch OC-8600 die erste Komponente einer neuen Generation vor. Das Produkt ist laut Hersteller der einzige Switch am Markt, der Prozessoren einsetzt, die ausschließlich für Token-Ring-Switching entwickelt wurden. Dadurch ist es Olicom zufolge möglich, mit dem stapelbaren Switch bei hoher Port-Dichte ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu schaffen. Der Preis pro Port soll bei rund 700 Mark liegen und Unternehmen damit einen kostengünstigen Upgrade für Token-Ring-Netze mit hohem Bandbreitenbedarf liefern.

Der OC-8600 unterstützt sämtliche relevanten Bridging-Verfahren. Ferner läßt sich der OC 8600 mit zwei 155Mbit/s-ATM-Uplinks ausrüsten, um Token-Ring-Geräte an ATM-Backbones anzuschließen. Der Crossfire-Switch wird Oktober 1997 erhältlich sein.

Die Handschrift des Mitte Juni von Olicom übernommenen Unternehmens Crosscomm wird beim ATM-Switch Crossfire OC-9100 sichtbar. Ziel der Übernahme war, ein durchgängiges Produktportfolio vom Adapter bis in den Backbone-Bereich anbieten zu können. Der ATM-Switch soll der Integration von ATM-Backbones und traditionellen Token-Ring- und Ethernet-LANs dienen.

Zum Funktionsumfang des Produktes zählen unter anderem eine grafische Management-Oberfläche, automatische Konfiguration und Erkennung von Port-Modulen, Hot-swap-Support sowie die Übersetzung zwischen unterschiedlichen Netz-Schnittstellen wie UNI 3.0 und 3.1.

Der Switch unterstützt ferner Traffic-Management in ATM-Netzen und realisiert den Dänen zufolge als erstes ATM-Gerät das ABR-Explicit-Rate-Schema des ATM-Forums. Diese Traffic-Management-Funktion steuert den Datenfluß so, daß die Bandbreite optimal ausgenutzt und Überlastsituationen vermieden werden.

Der OC-9100 besitzt vier Slots für modulare Einschübe, die bei laufendem Betrieb austauschbar sind. Es stehen verschiedene Module mit vier 155-Mbit/s-Ports für UTP und Multimode Fiber oder einen 622-Mbit/s-Port für Multimode und Singlemode Fiber zur Verfügung.