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23.05.1997 - 

Internationale Partner gesucht

Olivetti kann die Verluste um 86 Millionen Mark reduzieren

Mit 264 Milliarden Lire Verlust rechnet der Vorstandsvorsitzende von Olivetti, Roberto Colaninno, zur Halbzeit 1997. In der vergleichbaren Zeit des Vorjahres schrieb das Unternehmen noch 350 Milliarden Lire auf der Sollseite. Alleine im ersten Quartal dieses Jahres habe der anteilige Verlust 171 Milliarden Lire betragen, berichtet das "Handelsblatt".

Wie der Olivetti-Chef und Nachfolger von Carlo De Benedetti in Mailand erklärte, stehe eine Kapitalerhöhung im laufenden Jahr auf keinen Fall zur Debatte. Der Netto-Finanzbedarf soll nach den Schätzungen von 2,7 Billiarden Lire (2,7 Milliarden Mark) auf 2,6 Billiarden Lire im Juni abnehmen und zum Jahresende auf 2,2 Billiarden Lire zurückgehen.

Einen Rückzieher machte Colaninno in Zusammenhang mit dem angekündigten Börsengang der Tochtergesellschaft Lexikon, die sich auf das ursprüngliche Olivetti-Geschäft mit Schreib- und Rechenmaschinen sowie Druckern und Faxgeräten konzentriert hatte. Lexikon müsse zuerst nachhaltige Ertragsverbesserungen zeigen.

Um die Verluste weiter zu vermindern, will der Vorstand im laufenden Jahr für weitere 300 Milliarden Lire nicht lebenswichtige Teile des Konzerns verkaufen, die Strukturen weiter straffen und das Umlaufvermögen vermindern, schreibt das "Handelsblatt". Beim Verkauf der Beteiligungen werde mit einem Buchgewinn von 200 Milliarden Lire gerechnet.

Nach Informationen der "Financial Times" wolle Olivetti sich darüber hinaus auf die drei Säulen seines Kerngeschäfts besinnen: Informationstechnologie, Telekommunikation sowie Büro-Equipment. Vor zirka einem Monat hatte die Company bereits die PC-Abteilung an die Luxemburger Piedmont International SA abgestoßen.

Um den Verlust weiter zu reduzieren, sucht Olivetti verstärkt nach ausländischen Investoren. Noch unklar ist derzeit, wer die neuen Aktionäre bei Olivetti sein sollen, nachdem die Gruppe Carlo De Benedetti jetzt nur noch sechs Prozent kontrolliert. Zur Diskussion stünden internationale, im Moment vor allem aber amerikanische und britische Fonds. Olivetti-Boß Colaninno: "Engagement zeigen derzeit hauptsächlich Investoren, die nur am Profit und nicht an der Strategie von Olivetti interessiert sind. Hoffentlich ändert sich das bald."