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21.05.1993

Olivetti-Misere haelt trotz Umstrukturierung weiter an

Die vor drei Jahren begonnene Umstrukturierung hat Olivetti bis heute nicht den gewuenschten Erfolg gebracht. Eingeklemmt zwischen ineffizienten Strukturen und anhaltendem Preisverfall, kann sich Italiens groesster Bueromaschinen- und Informatikkonzern nur mit Muehe behaupten. Nachdem sich der Kurs seit 1986 mehr als gezehntelt hat, bleibt eine positive Boersenreaktion auf die im Fruehjahr angekuendigte Kapitalaufstockung um 903 Millionen auf 1,6 Milliarden Lire aus. Waehrend der italienische Aktienindex 1993 um bis zu 20 Prozent zulegte, konnte die Olivetti-Aktie kaum profitieren.

Trotz der Eigenkapitalspritze von umgerechnet einer Million Mark werden zum Jahresende 1993 immer noch Verbindlichkeiten von zirka 500 Milliarden Lire uebrigbleiben. Das selbstgesteckte Ziel, schon 1994 ein positives Ergebnis schreiben zu koennen, erscheint vor dem Hintergrund der finanziellen Altlasten zu ehrgeizig. Sollte es naechstes Jahr tatsaechlich zu einem Profit kommen, so waere dies im wesentlichen auf die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfaehigkeit durch die Abwertung der Lira zurueckzufuehren.

Ob die Kapitalerhoehung eine Grundlage fuer den Wiederaufschwung Olivettis bildet, steht in den Sternen. Vielleicht profitiert das De-Benedetti-Unternehmen mittelfristig von der Zusammenarbeit mit DEC.

Es faellt trotz Kapitalaufstockung und Kooperation jedoch schwer zu glauben, dass das Mailaender Unternehmen, das im vergangenen Jahr sein gesamtes Eigenkapital verloren hat, auf absehbare Zeit besser abschneiden sollte als der italienische Aktienindex.

In der letzten Zeit mehren sich Stimmen, die eine Erhoehung des Depotanteils italienischer Aktien empfehlen und dabei auch auf Olivetti hinweisen. Dabei wird der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass es der italienischen Gesellschaft gelingt, die ueber Jahrhunderte gewachsenen Einfluesse nichtdemokratischer Organisationen jetzt zurueckzudraengen. Beruecksichtigt man, wie tief diese Strukturen verwurzelt sind, scheint hinsichtlich der Reformerfolge Skepsis angebracht.

* Arnd Wolpers ist Geschaeftsfuehrer der Vermoegensverwaltungsgesellschaft CMW GmbH in Muenchen. Die hier veroeffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir fuer vertrauenswuerdig und zuverlaessig halten. Trotz sorgfaeltiger Quellenauswahl und -auswertung koennen wir fuer Vollstaendigkeit, Genauigkeit und inhaltiche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit uebernehmen, als grobe Fahrlaessigkeit oder Vorsatz Haftung begruenden. Jede darueber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Fuer Angaben Dritter uebernehmen wir kein Obligo. Aktienanlagen sind durch staerkere Kursschwankungen gekennzeichnet.