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20.02.1987 - 

Mit ISM spinnt der Konzern weiter am Partnernetz:

Olivetti und EDS gründen Beratungshaus

MAILAND/DALLAS (CW) - International Systems Management (ISM) nennt sich das neueste Gemeinschaftsprojekt des italienischen Multis Olivetti. Bei diesem weiteren Knoten in einem breit verästelten Netz von Beteiligungsfirmen ist die zum GM-Konzern gehörende Electronic Data Systems (EDS) Partner des DV- und Bürogeräte-Herstellers aus Ivrea.

Mit dem Mailänder Unternehmen, an dessen Kapital - es beträgt laut vwd lediglich 200 Millionen Lire - sie 50 Prozent hält, erhebt die Olivetti-Gruppe jetzt Anspruch auf einen Anteil am Markt für Systemintegrations-Beratung. Obwohl Analysten eine Förderung des Hardware-Absatzes via ISM für den wesentlichen Beweggrund halten, steht der offiziellen Darstellung zufolge dieses Thema für die Italiener nicht im Vordergrund.

Die EDS sieht in der Partnerschaft eine Möglichkeit, endlich in Europa einen Fuß in die Tür zu bekommen. Bislang erwirtschaftet das Systemhaus aus Dallas nur einen sehr kleinen Teil seines Gesamtumsatzes in Europa: 1986 waren es nur 300 Millionen von insgesamt 4,38 Milliarden Dollar, und davon wiederum stammte, wie ein EDS-Sprecher gegenüber dem Wall Street Journal bekannte, der Löwenanteil aus der Beratung der Schwesterunternehmen Opel und Vauxhall.

Kenner des amerikanischen Unternehmens zweifeln daran, daß die Intention der beiden Kooperationspartner tatsächlich darin besteht, sich auf das Gebiet der sogenannten CIM-Lösungen - sprich: Integration von Fertigungssystemen in die DV - zu stürzen, wie es die Wirtschaftspresse gemeinhin interpretierte. Möglicherweise wird es zunächst um die Entwicklung von Kommunikationskonzepten für die "klassischen" Anwendungsgebiete gehen. Hinweise aus Italien sprechen dafür, daß die Olivetti SpA hier ihre PCM-Rechner aus Hitachi-Produktion - und natürlich die eigenen PCs - in den Markt drücken will.

Die Erwartungen der "Eltern" sind vorerst sehr bescheiden: Bis zum Ende des Jahrzehnts setzt Olivetti ein Umsatzziel von etwa 25 Millionen Dollar an. So wird der Eintritt ins internationale Geschäft auch nur behutsam angegangen werden. Fürs erste bleibt diese Gründung eine Angelegenheit des italienischen DV-Markts.