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15.03.1991 - 

Neue Portables werden in Nürnberg hergestellt

Olivetti und TA setzen mit Laptops auf die europäische Karte

BERLIN (zek) - Mit einer Offensive im Laptop-Bereich wollen der italienische Büromaschinen-Konzern Olivetti und dessen deutsche Tochter Triumph-Adler die europäische Karte in diesem Marksegment ausspielen und den nicht-europäischen Anbietern Marktanteile abjagen. Zu den Konkurrenten zählen in erster Linie der japanische Laptop-Marktführer Toshiba und der als PC-Cloner groß gewordene US-Konzern Compaq.

Zur Vorstellung der Produkte schickte der italienische Konzern die erste Garde seiner Spitzen-Manager nach Berlin. Vorstands-Chef Carlo de Benedetti und Managing-Director Vittorio Cassoni betonten dann auch immer wieder, daß Olivetti mit den neuen Aktentaschen-Rechnern die europäische Position in diesem Markt stärken will. Die Wettbewerber wolle man dadurch angreifen, indem man durchgängig bei allen Geräten einen Preisvorteil von rund zehn Prozent anbiete. Noch in diesem Jahr wollen Olivetti und TA 100000 Geräte herstellen und verkaufen. Trotz aller Europa-Euphorie mußte Managing-Director Vittorio Cassoni einräumen, daß nur rund 39 Prozent der Bauteile aus Europa stammen. 31 Prozent kommen aus Japan, 24 Prozent aus Südostasien und vier Prozent aus den USA.

Gleichzeitig mit den neuen Rechnern wurde eine Reihe von Zusatzmodulen vorgestellt, mit deren Hilfe sich die Laptops und Notebooks zu Tisch-PCs aufrüsten lassen können. Außerdem werden ein transportabler Docking-Drucker und Modem- sowie Fax-Zusätze angeboten. Zu den technischen Neuerungen bei den Rechnern zählt unter anderem ein Sensorfeld, bei dem mittels Fingerbewegung die Maus simuliert wird - ein ähnliches System, wie es der britische Hersteller Psion bei seinen Laptop-Rechnern verwendet. Darüber hinaus können bei den größeren Laptops die LCD-Schirme abgenommen und ausgetauscht werden.

Die fünf neuen Rechner Serie "Olivetti" sollen sowohl unter dem Olivetti-Label als auch unter dem TA-Label auf den Markt kommen. Drei der Rechner sind sogenannte Notebooks mit kompakten Abmessungen.

Alle drei basieren auf der AT-Technologie, verfügen über ein 3 1/2-Zoll-Laufwerk und Festplatte. Das Einsteigermodell "Notebook A12" (Olivetti) beziehungsweise "Walkstation 286C" (TA) basiert auf dem Prozessor 80286 (12 Megahertz). Es ist serienmäßig mit 1 MB RAM, das auf 5 MB erweitert werden kann, und einer 20-MB-Festplatte ausgestattet. Beim Mittelklassemodell "Notebook A16" oder "Walkstation 286V" wurde der 286er Prozessor mit 16 Megahertz getaktet. Die serienmäßigen 2 MB RAM können auf 6 MB erweitert werden.

Das Top-Modell der Notebooks ist Modell "S20" oder "Walkstation 386 SX". Als CPU dient hier ein mit 20 Megahertz getakteter 80386 SX. Die Modelle V16 und S20 sind mit einer 40- beziehungsweise 60-MB-Festplatte ausgestattet. Sie verfügen über einen Steckplatz für eine Modem- oder Fax-Modem-Karte und die Möglichkeit ein Docking-Erweiterungsmodul oder einen Docking-Drucker anzuschließen. Während der hintergrundbeleuchtete Schirm des Einstiegsmodells nur EGA-kompatibel ist, bieten die beiden anderen Rechner VGA-Displays.

Alle drei Modelle haben etwa die Größe eines DIN-A4-Blattes. Einschließlich Akkus wiegen sie knapp unter drei Kilogramm. Die Akkus reichen nach Herstellerangaben für drei Stunden Rechnerbetrieb, bevor sie wieder aufgeladen werden müssen.

Die beiden Laptops basieren auf Prozessoren der Serie 80386. Sie sind etwas größer als die Notebooks und verfügen über eine abnehmbare PS/2-kompatible Tastatur. Das Gewicht beträgt rund 5,5 Kilogramm.

Der "Laptop S20" ("Walkstation System SX20") hat einen Arbeitsspeicher von zwei MB, der auf 12 MB erweitert werden kann, sowie einen Cache von 16 KB.

Als CPU dient der Prozessor 80386SX mit einer Taktfrequenz von 20 Megahertz. Beim Top-Modell "Laptop D33" ("Walkstation System 386/33") kommt ein vollwertiger, mit 33 Megahertz getakteter 80386er zum Einsatz. Hier beträgt der serienmäßige Arbeitsspeicher 4 MB, erweiterbar auf 20 MB.

Beide Modelle verfügen über eine Festplatte mit 40 oder 60 MB und einen hochauflösenden Bildschirm mit 640 x 480 Bildpunkten. Das Display kann 32 Graustufen darstellen, es läßt sich bei Bedarf durch einen Farb-LCD- oder Plasma-Bildschirm ersetzen. Auch hier können Docking-Station, Docking-Drucker und die Fax- oder Modem-Karten angeschlossen werden.

Ab Mai erhältlich

Die neuen Rechner werden ihre Premiere auf dem deutschen Markt ab Mai erleben, rund einen Monat später sollen sie auch in den anderen europäischen Ländern angeboten werden.

Die Preise liegen nach Olivetti-Angaben im Bereich zwischen rund 3500 Mark und 12500 Mark.