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Neue Produkte sollen bisherigen Erfolg im PC-Markt ausbauen:


11.10.1985 - 

Olivetti will weltweit Nummer zwei werden

Von CW-Mitarbeiter Joachim Herbert

IVREA - Mit dem Ziel,1986 hinter IBM zum weltweit zweitgrößten Anbieter professioneller Mikrocomputer zu werden, hat sich die Ing. C. Olivetti & C. S.p.A. für das kommende Jahr einiges vorgenommen. Folgt man den Ausführungen des Olivetti-Vizepräsidenten Vittorio Levi, wurde diese Position in Europa schon 1985 erreicht.

Ausschlaggebend dafür sei der Erfolg des PC-kompatiblen Olivetti M24 gewesen, von dem 1985 insgesamt 400 000 Einheiten das voll automatisierte Werk Scarmagno verlassen sollen. Derzeit liegt die Kapazität dieses Werks bei 40 000 Einheiten monatlich. Neben seinen technischen Eigenschaften habe der M24 seinen Erfolg auch den Vertriebskooperationen für internationale Märkte, namentlich den OEM-Verträgen mit AT&T (im laufenden Jahr etwa 150 000 Einheiten) und Xerox (rund 50 000 Einheiten) zu verdanken.

Für weitere Expansion sollen in diesem und im nächsten Jahr neue Produkte sorgen, zu denen sich Levi mit Ausnahme des bereits zur Sicob in Paris vorgestellten M24SP noch nicht konkret äußern wollte. Die neuen Rechner sollen das Angebot des Unternehmens nach oben und unten abrunden.

Ebenfalls 1986 wird Olivetti einen neuen Aktentaschencomputer auf den Markt bringen, der geringes Gewicht und kleine Abmessungen mit MS-DOS-Kompatibilität und "DeskTop-Performance" verbinden soll. Neu im Programm wird dann auch eine Low-cost-Alternative zum IBM PC sein. Dieses Produkt liege unterhalb des M24, verfüge aber über dessen erweiterte Grafikeigenschaften und sei wie der M24 kompatibel zum Industriestandard. Auf den immer wieder diskutierten "PC2" von IBM könne und werde Olivetti innerhalb von neun Monaten reagieren.

Der M24SP basiert auf der Architektur des M24. Neben einer höheren Taktfrequenz von zehn statt acht MHz wurden die Speicherzugriffe durch einen neuen DMA-Controller erheblich beschleunigt. So könnten Spreadsheets mit dem neuen Rechner um rund 25 Prozent schneller berechnet werden. Auch der Grafikcontroller wurde überarbeitet - das Bildschirm-Scrolling soll um 80 Prozent schneller sein als beim Basismodell. Der Rechner wird in der Grundausstattung mit 512 KB RAM und einer - ebenfalls schnelleren - Festplatte mit 20 MB (M24: 10 MB) ausgeliefert. Den Preis der neuen Maschine will Olivetti zur "Systems" bekanntgeben.

Unter den Neuheiten des kommenden Jahres dürfte mit Sicherheit eine Maschine auf der Basis des Intel-Prozessors 80286 sein, die in direkten Wettbewerb zum PC AT von IBM treten wird. Schon jetzt werden in Scarmagno Vorserienmuster eines solchen Rechners montiert, mit dem zunächst der Olivetti-Partner AT&T (Modell 8500) beliefert wird. Für den europäischen Markt soll eine Ankündigung laut Levi erst 1986 erfolgen.