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02.12.1994

OLTP als Bruecke zu Client-Server

Die Anwender wehren sich. Sie wollen nicht mehr von den Herstellern als Implementierungslabor fuer In-Technologien missbraucht werden - auch nicht von Client-Server-Anbietern. Diese Haltung hat nichts mit

Innovationsfeindlichkeit zu tun, sondern mit der simplen Tatsache, dass ein neues System nicht nur eingefuehrt, sondern auch verwaltet werden muss. Hinzu kommt, dass es sich nicht jedes Unternehmen leisten kann, seinen Mainframe

zugunsten eines Unix- oder PC-Netzes auf den Sperrmuell zu geben. Schliesslich sind viele unternehmenskritische Anwendungen als CICS- Transaktionen konzipiert. Kurz: Die Anwender wollen Evolution statt Revolution.

Fuer einen moeglichst reibungsarmen Uebergang in die allseits angestrebte Client-Server-Welt spielen Transaktionsmonitore eine zentrale Rolle - frei nach dem Motto: Ohne CICS geht nix. Die TP- Monitore fuellen derzeit den Mangel an Client-Server-Techniken fuer unternehmensweites Transaktions-Management aus. Relationale Datenbanksysteme versprechen zwar aehnliche Leistungen, haben aber den Nachteil, dass sie meist nicht offen genug fuer die Einbindung von Konkurrenzprodukten sind und zudem wichtige Altanwendungen oft nicht unterstuetzen. Doch Datenbanken und OLTP-Syteme schliessen sich keineswegs aus. Auf den richtigen Mix kommt es an.

An dieser Stelle muss man sich jedoch fragen, ob es sich lohnt, Anwendungen, die schlimmsten-falls in den 60er Jahren entstanden, von CICS auf ein Unix-OLTP-System zu portieren. Fuellt man hier nicht alten Wein in neue Schlaeuche? Offenbar ist dies fuer viele Anwender einer der wenigen bisher begehbaren Pfade in die angestrebte Client-Server-Welt.

Es liegt an den Herstellern, andere evolutionaere Wege aufzuzeigen.