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09.01.1987 - 

AEG-Tochter kann 1986 Verluste verringern, aber:

Olympia weiterhin in den roten Zahlen

09.01.1987

WILHELMSHAVEN (CW) - Die Olympia AG, Wilhelmshaven, Hersteller von Büromaschinen, schreibt nach wie vor rote Zahlen. Allerdings wird das Unternehmen 1986 die Verluste deutlich verringern können.

Schlug 1985 noch ein weltweiter Verlust von 61 Millionen Mark ins Konto, so erwartet der Olympia-Vorstand für dieses Geschäftsjahr einen Verlustabbau auf 20 Millionen Mark. Nach Auskunft des Vorstandsvorsitzenden Karlernst Kalkbrenner wurde "dieser Schritt zur Gesundung" durch Produktions-Rationalisierung, Verbesserung der Arbeitsabläufe, verstärkte Entwicklung neuer Produkte sowie eine erhöhte Eigenfertigung erreicht. Kalkbrenner rechnet damit, daß die Frankfurter Muttergesellschaft AEG, die seit August 1985 wieder 99 Prozent des Grundkapitals (130 Millionen Mark) hält, den Verlust ausgleichen wird.

Nach einem konsolidierten Weltumsatz von 1,2 Milliarden Mark im vergangenen Jahr erwartet Kalkbrenner für 1986 einen Rückgang auf eine Milliarde Mark. Dabei werde vor allem Umsatz in den USA, Kanada, Großbritannien und Australien der Umsatz aufgrund der drastischen Kursveränderungen abfallen. Das Auslandsgeschäft macht etwa 70 Prozent des Gesamtumsatzes bei Olympia aus. Die AG rechnet mit einem leichten Umsatzrückgang auf 700 (1985: 713 Millionen Mark).

Kalkbrenner führte weiter aus, daß der Absatz eigengefertigter elektronischer Schreibmaschinen, Textsysteme sowie Drucker 1986 auf 440 000 (1985: 350 000) Stück steigen wird. Der Anteil der Eigenfertigung bei elektronischen Geräten am Produktumsatz wachse dabei von 44 auf 53 Prozent. In den kommenden zwei Jahren soll sich dieser auf 700 Prozent erhöhen, um Arbeitsplätze in Wilhelmshaven und in Mexiko zu sichern.

Für 1987 erwartet der Olympia-Vorstand eine weitere Ergebnisverbesserung. Ob das Unternehmen jedoch im nächsten Jahr ausgeglichen abschließen könne, vermag noch niemand zu sagen. Dagegen, so Kalkbrenner, seien 1987 keine Entlassungen geplant. Auch werde der Personalabbau durch Fluktuation und Vorruhestandsregelungen weltweit geringer ausfallen als 1986; in diesem Jahr wird eine weltweite Mitarbeiterreduzierung um 600 auf 7700 Beschäftigte erwartet. Unsicher ist ferner, ob es 1987 zu Kurzarbeit kommen wird.