Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

07.10.1977 - 

Aktionsgemeinschaft Impuls stellt ihre Ziele vor:

Ombudsmann als Garant für mehr DV-Wettbewerb

BONN/DÜSSELDORF - Mehr und faireren Wettbewerb will die Aktionsgemeinschaft "Impuls", zu der sich 15 "kompetente, innovative und in ihrer Unternehmenslage stabile" mittlere deutsche DV-Unternehmen zusammengeschlossen haben. Kernforderung der Gruppe: Ein von Regierung oder Parlament ernannter "Ombudsmann für Technologie und Innovation" soll "für Licht im Dschungel direkter und indirekter Förderung sorgen", wie Dipl.-Ing. Peter Dietz (Foto) als Sprecher der Gruppe bei der Vorstellung der Aktionsgemeinschaft in Bonn ausführte.

Die 15 Impuls-Mitglieder repräsentieren 1977 einen Umsatz von rund 176 Millionen Mark und haben etwa 1500 Mitarbeiter. Ihr Produktionsspektrum geht querbeet durch die DV-Landschaft. Die Impuls-Gruppe glaubt nachweisen zu können, daß viele Spezialunternehmen auf ihrem Gebiet eine höhere Leistungskraft als die Spezialabteilungen in der DV-Groß-Konkurrenz haben. Dennoch seien vor allem die Ausschreibungen der öffentlichen Hand, die ja "Leitfunktion" habe, weil sich andere Auftraggeber an ihr ein Beispiel nehmen, auf große Anbieter zugeschnitten. Unternehmen von der Größe der Impuls-Mitglieder würden häufig als Lieferanten von "kostenlosem Know-how" mißbraucht, denn ohne überhaupt "Chancen auf den Zuschlag zu haben", würden die Impuls-Mitgliedsfirmen oftmals in eine "Preis-Schaukelei-Funktion" gezwungen. Die Impuls-Aktion soll nun dazu beitragen, daß die Auftraggeber diese Unternehmen "als dritte Kraft neben den inländischen Großanbietern der Datenverarbeitung und den ausländischen Anbietern" verstehen.

BMFT-Chef Matthöfer, an den sich die Appelle nach mehr Chancengleichheit bei Fördermitteln und öffentlichen Aufträgen richteten, ging in seiner Festrede auf diese Forderung nicht ein, sondern beschäftigte sich mit den Problemen der DV-Anwendung in kleineren Betrieben. Auf den Vorwurf, daß kleinere Unternehmen, wie sie sich in der Impuls-Aktionsgemeinschaft gefunden haben, "nur drei Prozent" ihres Forschungsaufwands durch Fördermittel abdecken könnten, antwortete Matthöfer: "Großunternehmen erhalten auch nicht mehr als drei Prozent." Professor Dr. Rolf Krengel vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin ging in seinem Festvortrag ebenfalls auf das "schwerwiegende Handicap ein, daß quer durch alle Branchen kleinere und mittlere Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen immer wieder enorme Schwierigkeiten überwinden müßten.