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23.06.2000 - 

Common Warehouse Metamodel

OMG stellt neuen Hoffnungsträger vor

MÜNCHEN (CW) - Die Verwaltung und der Austausch proprietärer Metadaten sowie die Überwindung von Dateninkonsistenzen zählen zu den größten Problemen beim Data Warehousing. Mit dem Common Warehouse Metamodel (CWM) hat das Konsortium Object Management Group (OMG) nun Spezifikationen vorgelegt, die Lösungen bereitstellen könnten.

Das CWM verspricht, mit den babylonischen Zuständen beim Einsatz von Metadaten aufzuräumen. Durch die Verbindung des unternehmensweiten Daten-Managements mit der objektorientierten Modellierung stehe laut OMG nun ein Standard zur Verfügung, der sowohl Datenbankdesigner, -administratoren und -anwender als auch Portalbenutzer und Designer gleichermaßen unterstütze.

CWM bündelt die OMG-Standardnotation für die Modellierung objektorientierter Anwendungen Unified Modelling Language (UML) mit der immer populäreren Extensible Markup Language (XML) für die inhaltliche Beschreibung von Datenstrukturen sowie den OMG-Standard XMI (XML Metadata Interchange Format) für den Austausch von Metadaten. Ziel des Standards ist es, ein allgemeines Metamodell für das Design eines Data Warehouse, sowie eine standardisierte Syntax und Semantik für den Import und Export von Daten und Operationen zwischen dem Data Warehouse und anderen Tools bereitzustellen.

Zudem schließt es die Beschreibung von Schnittstellen, Austauschformate sowie Services mit ein und soll den gesamten Lebenszyklus von Metadaten von der Extraktion, Transformation und Integration bis hin zu ihrer Analyse unterstützen. Auch können Anwender laut OMG ihre unternehmensspezifischen Integrationsprobleme lösen, da sich das Metamodel erweitern lässt.

CWM begleitet Metadaten durchs LebenCWM basiert auf den Eingaben der Hersteller Oracle, IBM, Unisys, NCR, Hyperion Solutions, UBS, Genesis Development und Dimensions EDI. Zu den Unterstützern gehören Firmen wie Deere & Company, Sun Microsystems, Incorporated, Hewlett-Packard, Data Access Technologies, Inline Software, Aonix und Hitachi. Es wird erwartet, dass die Firmen den Standard entweder in ihre bisherigen Daten-Repositories oder in ihre Tools für den Aufbau von Business-Intelligence-Lösungen übernehmen werden.

Wann und ob sich der Standard durchsetzen wird, muss sich in den nächsten Monaten zeigen. Zumindest Oracle hat angekündigt, zum Herbst erste CWM-konforme Tools unter der Bezeichnung "One Meaning Metadata" auf den Markt zu bringen. Sie sollen Endanwendern beispielsweise bei der Suche nach dem Ursprung ihrer angeforderten Informationen helfen. Andere Werkzeuge werden laut Hersteller Berichts- und Analysefunktionen in Form von Objekten bieten, mit denen sich bewerten lässt, wie sich Veränderungen in den Geschäftsprozessen auf die Organisation eines Data Warehouse auswirken.

Entscheidend für den Erfolg der OMG wird auch sein, ob sich der Standard etwa gegenüber den konkurrierenden Vorschlägen der Meta Data Coalition durchsetzen kann. Letztere veröffentlichte bereits 1996 ihre erste Metadata Interchange Specification (MDIS), die schließlich mit dem von Microsoft propagierten Open Information Model (OIM) zusammengegangen ist. Auch hier basiert die Definition von Metadaten auf der UML. Eine weiterer Ansatz ist der Metadata Exchange Standard (MX), der von führenden Hersteller von Tools für Data Warehousing und Online Analytical Processing (Olap) entwickelt wurde. MX beruht auf dem Metadaten-Repository der Firma Informatica und beschreibt im Wesentlichen die APIs für den Zugriff und Datenaustausch mit deren Server-Software "Powercenter" und "Powermart".