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12.02.1982 - 

Programmierwerkzeug "Go" soll Bildschirm zum wirklichen Arbeitsmittel machen:

Online-Anwendungen in Mannstunden realisiert

WEIHERHOF (je) - "Stellen Sie sich vor, Sie könnten ohne TP- und CICS-Kenntnisse im direkten Dialog ohne Umwandlung innerhalb von ein bis zwei Stunden eine komplette TP-Anwendung fertigstellen - sei es Abfrage. Hinzufügen oder Löschen von Sätzen oder auch das Updating einer VSAM-Datei!" Harald Wilkens, Geschäftsführer der Infosoft, Weiherhof,

ermuntert zu diesem Gedankenspiel und behauptet: "Mit Go, dem Generator für Online-Anwendungen, wird das möglich."

Einer der Schwerpunkte von Go - es ist seit Anfang des Jahres im Vertrieb - ist nach Wilkens Darstellung der Zugriffsschutz: Von der EDV-Abteilung wird festgelegt, welche Dateien, Sätze oder Felder von wem abgefragt, "upgedated" oder verändert werden dürfen, so daß dann der Fachbereich selbst seine TP-Anwendungen schreiben kann, da keine Programmcodes oder Compilierungen für Dialogsteuerung oder Bildaufbereitung notwendig sind. Es seien auch keine neuen Parameter etwa einer neuen Prozedursprache zu lernen.

Basis von Go ist Zid, die zentrale Informationsdatei. In der (von Go verwalteten) Zid sind nach Wilkens Beschreibung alle relevanten Informationen über Dateien, Benutzer, Menüs und Bilder gespeichert.

Go läuft unter der Steuerung von CICS/VS als eine von vielen anderen Online-Anwendungen. Deshalb erfolgt der Einstieg auch wie bei jeder anderen Transaktion über den Transaktionscode. Nach Eingabe des Schlüsselwortes und der Bedienernummer stellt Go das für den Bediener zutreffende Menübild mit den für diesen Bediener möglichen Aktivitäten zur Verfügung. Über weitere mögliche Menüebenen kann der Benutzer nun zu der Funktion kommen, die er durchführen will.

Da die Informationen über Menüebenen, Datei-, Satz- und Feldschutz Bestandteil der Zid sind, müssen diese Informationen nur einmal eingesteuert werden. Wilkens: Wird eine neue Datei angelegt, die online verwaltet oder angezeigt werden soll, so werden einmal die Beschreibung dieser Datei in die Zid aufgenommen, die Menüs um diese neue Datei ergänzt und, falls notwendig, neue Benutzer in die Zid aufgenommen.

Bis zu zehn Dateien können von einer Go-Transaktion "gehandelt" werden, erläutert Wilkens und weiter: Nach Einsteuerung der benötigten Informationen in die Zid - entsprechend den Go-Anforderungen, den Datenschutzanforderungen des jeweiligen Hauses und den Bildaufbereitungswünschen des jeweiligen Benutzers - ist nichts mehr zu tun. Wilkens wörtlich: "Kein Programm-Code ist zu entwickeln, keine CICS-Tabellen sind zu erweitern, nichts."

Gefällt dem Fachbereich ein Bild mit dem er arbeiten muß, nicht mehr oder sollen zusätzliche Daten angezeigt werden, so wird der Bildbeschreibungssatz online über Go entsprechend geändert. Hier kann man, regt Wilkens an, gegebenenfalls überlegen, ob der Benutzer seine Bilder nicht selber ändert, oder sogar seine Online-Anwendung im Rahmen der von der EDV festgelegten Datenschutzmaßnahmen selber erstellt.

Mit Go verfügt der Anwender nach Wilkens Überzeugung über ein Instrument, das die Programmierung von Online-Anwendungen so einfach macht, daß kaum EDV-Kenntnisse erforderlich sind und eine Realisierung nicht in Mannmonaten sondern in Mannstunden kalkuliert werden kann.

Mit Go - so Wilkens weiter - kann man alle Daten, die über VSAM im direkten Zugriff stehen, online verwalten. Die Verwaltung von DL/I-Datenbanken befinde sich in der Entwicklung; die Verwaltung von anderen Datenbanksystemen mit Go könne bei Bedarf realisiert werden.

Go, resümiert Wilkens, wurde von TP-Spezialisten in Deutschland entwickelt, damit der Bildschirm wirklich zum Arbeitsmittel wird, und kein Nachdenken über CICS-Konventionen, keine zeit- und kostenintensiven Compiler- und Testläufe, kein Pflegeaufwand für Online-Anwendungen und keine teueren TP-Spezialisten die Produktivität sowohl der Fachbereiche als auch des EDV-Bereiches hemmen.

1982 veranstaltet Infosoft in Zusammenarbeit mit der Krefelder Scholz Unternehmensberatung wieder eine Seminarreihe, unter anderem zum Thema "Go". Die Seminare, betont Wilkens, haben "Workshop-Charakter"; über Terminals ist der Seminarraum mit einem Computer verbunden; alle vorgestellten Techniken und Systeme können direkt angewandt werden.

Informationen: Infosoft, Talblick 9, 8502 Weiherhof/Zirndorf, Telefon: 09 11/60 78 24.