29.06.2012 - 

In Riesa

Online-Betrüger kommt hinter Gitter

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
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Kriminellen Fleiß hat ein Internet-Betrüger aus Riesa in Sachsen an den Tag gelegt: Laut einem Bericht der Sächsischen Zeitung hat der 25-jährige im Zeitraum von November 2010 bis zu seiner Festnahme im März 2012 Waren im Wert von 120.000 Euro ergaunert.
Der Täter verwischte seine Spuren, indem er die Zustellungsdienste zu anderen Adressen umdirigierte (Bild: DHL).
Der Täter verwischte seine Spuren, indem er die Zustellungsdienste zu anderen Adressen umdirigierte (Bild: DHL).

Kriminellen Fleiß hat ein Internet-Betrüger aus Riesa in Sachsen an den Tag gelegt: Laut einem Bericht der Sächsischen Zeitung hat der 25-jährige im Zeitraum von November 2010 bis zu seiner Festnahme im März 2012 Waren im Wert von 120.000 Euro ergaunert. Nun wurde er durch das Amtsgericht Riesa zu vier Jahren Haft verurteilt.

Wie die Kriminalpolizei Riesa mitteilt, hatte der Täter in 35 Fällen Waren über das Internet bestellt und mindesten 25 weitere Versuche unternommen. Dazu verwendete er zum Teil fiktive Personalien und Adressen im Stadtgebiet Riesa. Kurz vor Auslieferung oder nach einem gescheiterten Auslieferungsversuch nahm er telefonisch oder per E-Mail Kontakt zu den Zustellunternehmen auf und ändert die Lieferanschrift. An der geänderten Lieferanschrift nahm er die Waren entgegen.

Waren weiterverkauft

Der Gauner bestellte ausschließlich bei Online-Shops, bei denen die Lieferung per Rechnung oder Ratenkauf möglich war. Unter den erschlichenen Produkten waren Mobiltelefone, hochwertige Heim- und Haushaltselektronik aber auch Fahrräder und Kleidung. Die Waren verkaufte er über Internet-Plattformen und über Kleinanzeigen weiter. Laut Erkenntnissen der Kriminalpolizei bestritt er so seinen Lebensunterhalt.

Nachdem der Täter bereits Ende Januar schon einmal bei der Entgegennahme einer Lieferung geschnappt wurde, ging er im März den Beamten ein zweites Mal ins Netz. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurde dann weiteres Beweismaterial sichergestellt. (awe)

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