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09.06.1989 - 

Deutschland holt bei den Mehrwertdiensten auf:

Online-DB-Umsatz zieht langsam an

FRANKFURT (CW) - Mehrwertdienste sind der Wachstumsmotor auf dem Markt für Online-Datenbanken - einem Markt, in dem die Bundesrepublik in den letzten Jahren kräftig aufgeholt und mittlerweile Weltniveau erreicht hat. So optimistisch geben sich jedenfalls die Veranstalter der Infobase '89 in Frankfurt.

Telekommunikationsnetze, die den Zugriff zu unterschiedlichen Informationsquellen von der Wirtschaftsdatenbank bis hin zur Hotelreservierung erlauben, sind erst in den letzten Jahren in der Bundesrepublik zum Durchbruch gelangt. Derzeit gibt es nach Angaben des Geschäftsführers der Unternehmensberatung Scientific Consulting, Dr. Jürgen Schulte-Hillen, in der BRD rund 4200 sogenannte Mehrwertdienste, die von rund 300 000 Teilnehmern genutzt werden.

Die größten Dienste-Anbieter - gemessen an der Anzahl ihrer Verbundpartner - sind Btx und Datev. Trotzdem wird der Umsatz in Frankfurt als "derzeit noch dünn" bezeichnet. Der Datenbankmarkt sei allerdings stärker gewachsen als angenommen. So stieg das Umsatzvolumen des Weltmarktes im vergangenen Jahr um 25 Prozent auf rund 6,4 Milliarden Dollar. Dabei partizipieren die Amerikaner mit einem Marktanteil von 60 Prozent am stärksten von dieser Entwicklung. Ihnen folgen die Europäer mit 28 und die Japaner mit 12 Prozent. Bei einem Umsatz von rund 60 Millionen Mark liegt in der Bundesrepublik die jährliche Steigerungsrate für die Nutzung seit 1982 konstant bei 25 Prozent.

Mit über 90 Prozent Anteil am Gesamtangebot beherrschen die Anbieter von Wirtschaftsinformationen den Markt. Im Vergleich dazu handelt es sich bei den technisch-wissenschaftlichen Informationsdiensten um einen verhältnismäßig kleinen Markt für Spezialisten. Am stärksten genutzt werden diese Fachdatenbanken in den Naturwissenschaften und der Technik, allen voran Chemie, Pharmazie und Medizin.

Btx-Datenbankanbieter Peter Mahnkopf sieht für die Zukunft große Chancen in einer gegenseitigen Befruchtung zwischen ISDN und Mehrwertdiensten. Vorerst jedoch wird nach Auskunft der Messe Frankfurt GmbH als Infobase-Veranstalter der größte Teil des Umsatzes mit Tickerdiensten, Online-Datenbanken und ergänzenden Produkten wie CD-ROM-gespeicherten Informationen gemacht.

Schmankerl für die Nutzer: Die Branche macht sich Gedanken, den Zugang zum Wissen der Welt weiter zu vereinfachen. Als Messeneuheiten wurden neue Übersetzungssoftware von einer DB-Sprache in die andere und erste tragbare mit CD-Roms ausgerüstete PCs vorgestellt.

Auch beim Angebot kristallisiert sich nach Meinung der Frankfurter ein Trend heraus. Das Bestreben gehe dahin, durch Partnerschaften mit anderen Informationsproduzenten möglichst viele Quellen aus einer Hand zu offerieren.