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05.07.1996 - 

The Open Group wird aktiv

Online-Dienst für Open-Systems-Anwender

"The Open Software Registry" heißt der Dienst, mit dem The Open Group den Anwendern bei der Auswahl der längst unüberschaubar gewordenen Menge von Produkten, die offenen Standards entsprechen, helfen will. Der Interessent gibt seine Wünsche in das allerdings etwas unhandlich gestaltete Menü der Suchmaschine ein und erhält daraufhin eine Liste der für seine Zwecke geeigneten Hersteller und Produkte (vgl. Interview auf Seite 8, Plug and play für offene Systeme).

Die Informationen für diese Datenbank stammen zwar von den Herstellern, werden aber dort durch Testsoftware von X/Open geprüft. Zu diesem Zweck haben die Serviceanbieter ein mehrstufiges und für die Anbieter kostenpflichtiges Verfahren entwickelt. Dabei gilt die Regel: Je umfangreicher die technische Information, desto aufwendiger die Testverfahren. Auf der untersten Stufe der insgesamt sechs Prüfebenen stehen einfache Anfragen etwa nach geeigneten Herstellern und Lösungen. Hier können die Anbieter ihre Angaben noch nahezu ungeprüft auf die Web-Seiten einspielen. Auf höchster Stufe fällt das Prüfverfahren mit dem strengen X/Open-Branding-Prozeß für offene Systeme zusammen.

Die Vorteile für die Anwender liegen auf der Hand. An einer Stelle finden sie - eine breite Akzeptanz des Dienstes bei der Industrie vorausgesetzt - alle auf ihr Problem zugeschnittenen Produkte, die zudem den Vorteil haben, daß sie offenen Standards entsprechen. Auf diese Weise läßt sich die Abhängigkeit von einem Hersteller zwar nicht beseitigen, aber verringern.

Für die Anbieter dagegen ist das Registry eine willkommene Marketing-Plattform - sofern sie über Open-System-Produkte verfügen. So hat Oracle seine Beteiligung mit dem Argument zugesagt, daß auf diesem Wege eine Reihe von Anwendungen aus dem Schatten der Datenbanksysteme treten könnten, für die das Unternehmen bekannt ist. Microsoft dagegen will vorerst nicht teilnehmen. Man sei auf zusätzliches Marketing nicht angewiesen, heißt es dort.

Insgesamt sind derzeit erst 30 Anbieter, darunter die IBM und die SAP, auf der Web-Seite http://www.opensoftware.com zu finden. Das liegt laut Anbieter jedoch lediglich daran, daß das Registry noch in der Einführungsphase stecke. Weitere 2300 Hersteller mit insgesamt 5000 Applikationen warten demnach bereits auf ihre Registrierung.