Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

02.02.1996

Online-Dienste/Die bedeutendsten Online-Dienste in Deutschland

Verlaessliche Zahlen ueber Shopping im Internet sind rar. Aber man darf wohl davon ausgehen, dass nur eine Minderheit von Anwendern die Online-Dienste zum Einkaufen nutzt. Die gefragtesten Waren duerften mit Abstand in die Rubrik Software fallen.

Zurueckhaltenden Kunden stehen nachgerade hektische Anbieter gegenueber. Die Unternehmen geben nach Angaben der Bostoner Berater von The Yankee Group jeweils 50000 bis 125000 Dollar aus, um eine Web-Seite einzurichten. Jeder will dabei sein, schon aus Imagegruenden. Bei derartigem Aktionismus, so die Yankee Group, duerfte ein grosser Teil der Investitionen fuer die Katz sein.

Dabei liesse sich durchaus im Internet Geld verdienen. Die Gruppe der Online-Surfer ist interessant fuer Verkaeufer. In Deutschland besteht sie zu 77 Prozent aus Maennern mit einem Durchschnittsalter von 33 Jahren, 62 Prozent haben einen privaten Netzzugang, 54 Prozent einen im Buero.

Doch vom "Goldrausch", den Bill Gates einst in den Netzen anbrechen sah, ist so viel noch nicht zu vernehmen. Die wahren Gewinner duerften bisher die grossen Online-Dienste sein, die der Mehrzahl der Anwender den Zugang zu Netzen bieten. Noch bringen deren Mautgebuehren mehr als der Wert der auf den digitalen Strassen transportierten Waren.

T-Online (TOL) ist nach Teilnehmerzahlen der Marktfuehrer hierzulande, langsam gewachsen aus unerquicklichen Btx-Zeiten. Dieser Dienst hat vor allem eine Staerke im Home-Banking. Naechstgroesster ist Compuserve (CIS), der sich besonders in puncto Hilfe bei Computerproblemen und hinsichtlich der Zahl der Foren auszeichnet. Allerdings ist der Service in letzter Zeit durch den Verdacht der Verbreitung von Pornografie, durch immer haeufigere Netzueberlastung und durch mangelnden Schutz gegen Passwortmissbrauch ins Gerede geraten.

America Online (AOL) versucht, sich in Deutschland im Buendnis mit Bertelsmann zu etablieren. In den USA ist AOL der Schwatzkanal und eindeutig die Nummer eins. In der neuen Kooperation mit T-Online koennte das Unternehmen zu einer staerkeren Position in der Sparte Home-Banking kommen.

Hinter Europe Online (EOL) stehen vor allem der US-Telefongigant AT&T, der Verlag Burda und die Dr. Schwarz-Schilling GmbH. EOL ist noch zu jung, um besondere Staerken zeigen zu koennen. Einen Flop hat Microsoft mit dem eigenen und nur ueber Windows 95 ansprechbaren Microsoft Network (MSN) hingelegt. Inzwischen hat Bill Gates den Umzug des Dienstes in die offenere Welt des Internet angeordnet.