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Online-Lagerhaltung und -Wartungsstatistik im Bergbau:Eintasten ins Sichtgerät 1200 Meter unter Tage

25.09.1981

TOOELE, UTAH (cw) - Bergleute, die noch vor kurzem Anforderungen über Ersatzteile für ihre Maschinen auf die Rückseite einer leeren Zigarettenpackung gekritzelt hatten, um sie ans Betriebsbüro über Tage zu senden, werden in Bälde ihre Anforderungen aus 1200 Metern Tiefe mit der Tastatur ihres Datensichtgeräts eingeben.

Die Anaconda Copper Co. installiert zur Zeit zu diesem Zweck sechs Datensichtgeräte IBM 3270 in ihrer Carr-Fork-Mine unter den Oquirrh Mountains. Sie werden an einen Rechner IBM 4341 mit 2 MB Speicherkapazität im Rechenzentrum des Unternehmens angeschlossen und sollen vorwiegend zur Anforderung von Ersatzteilen und Betriebsmitteln für die Wartung der unter Tage eingesetzten Maschinen und Ausrüstungen verwendet werden.

Die erste Ausbaustufe wurde im August installiert und hat ein Online-Realzeitsystem zum Ziel, das der Betriebsführung die Erfassung der Produktionsdaten und der Daten für die Wartungsstatistik gestattet. Der Kern der ersten Ausbaustufe ist ein datenbankorientiertes Kostenrechnersystem für die Abteilung, die für die Erfassung und Verarbeitung der mit den Datensichtgeräten eingegebenen Anforderungen und Wartungsdaten zuständig ist.

Unter Tage verfügt die Mine über verschiedene Arten von Bergbaumaschinen und Förderanlagen, darunter Jumbo-Bohrmaschinen, Frontlader, Elektrolokomotiven, Güterwagen und Hilfsfahrzeuge, zum Beispiel Spezialfahrzeuge für den Sprengstofftransport.

"Was wir anstreben, ist eine Online-Erfassung aller Wartungskosten und die Führung der Wartungsstatistik über alle Maschinen und Ausrüstungen", sagte Lloyd Vowles, Leiter der gesamten DV-Feldoperationen von Anaconda. Alle Anforderungen von Ersatzteilen und Betriebsstoffen, ob diese nun vom Lager auf dem Bergwerksgelände geliefert oder durch den Einkauf zu beschaffen sind, werden über die Terminals unter Tage oder im Lager in das System eingegeben.

Mit jedem gelieferten Lagerposten sind Buchungsvorgänge verbunden, mit denen der Lagerbestand fortgeschrieben, ein eventueller Bestellvorgang eingeleitet und der Wartungsverlauf der jeweiligen Maschine ergänzt wird. Aus den erfaßten Daten werden periodisch statistische Berichte für die Minenleitung über die anfallenden Kosten und Leistungen erstellt. Diese bilden die Basis für ein zu entwickelndes Wartungsplanungssystem, das für jede Maschine und jeden Ausrüstungskomplex eine optimale Wartung garantieren soll. Ein weiteres Ziel ist die Lieferung von Managementinformationen über die Kosteneffektivität je Einheit anstatt auf der bisherigen Dollarbasis. "Außerdem wollen wir Betriebsmittel wie Bohrvorräte oder den Personaleinsatz auf die Einheit bezogen planen können", meinte Vowles.

Anacondas Rechenzentrum installierte im September 1980 ein IBM 4341-System, das unter DOS/VSE läuft, außerdem wird CICS gefahren.

"Die Wartung ist eine Funktion von größter Wichtigkeit", meinte Vowles. "Sie muß jederzeit voll einsatzbereit sein. Das ist einer der Gründe, warum wir jetzt alle Möglichkeiten ausschöpfen wollen. Bei der Stapelverarbeitung war alles so mühsam und doch nicht vollständig. Bis vor kurzem mußte alles von Hand ausgefüllt und befördert werden, dann wurde das Material entnommen und nach unten gesandt." Mit den Terminals erfolgt eine sofortige Eingabe sowie gleichzeitige Bearbeitung und Genehmigung der Anforderungen, worauf das Material ohne Verzug zugestellt wird.

Aus Computerworld vom 3. August 1981, Seite 16, übersetzt von Hans J. Hoelzgen, Böblingen.