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07.04.1978 - 

Anwenderbericht Deutsche Kreditbank AG, Köln:

Online-Listgenerierung entlastet EDV in Zahnarztpraxen

KÖLN - "Eigentlich wollten wir nur die Produktivität der EDV-Abteilung erhöhen", kommentiert Günter Schieren, EDV-Leiter bei der Deutschen Kreditbank für Baufinanzierung in Köln, seinen Schritt, den Listgenerator "CA-Earl" von Computer Associates zusammen mit dem Online-Bibliotheksverwaltungssystem "Panvalet/Online" von Pansophic einzusetzen. Heute seien - so Schieren - alle Fachabteilungen in der Lage, sich die Informationen, die sie brauchen, selbst über Bildschirm-Terminals aus dem Rechner zu holen.

Die Entscheidung wurde beschleunigt durch stets wiederkehrende Sonderwünsche der Fachabteilungen, "die den normalen EDV-Betrieb und die Programmierung ständig hinterherhinken ließen", wie Schieren berichtet.

Mit der EDV wurde bei der Kölner Kreditbank 1969 begonnen. Zuerst arbeitete man mit einem Service-Unternehmen zusammen - 1972 wurde eine eigene 370/135 installiert. Heute steht im RZ eine 370/138 mit 1 MB Hauptspeicher (Betriebssystem DOS/VS, TP-Monitor CICS/VS). Schieren kam 1974 als RZ-Leiter dazu und mußte sogleich feststellen, "daß trotz Überkapazität des Großrechners ständig Engpässe auftraten, die es einfach unmöglich machten, den ungezügelten Änderungswünschen der Fachabteilungen nachzukommen, ohne daß andere Bereiche darunter zu leiden hatten". Erläutert Schieren: "Wir in der EDV waren stark damit beschäftigt, immer wieder neue Finanzierungs-Applikationen zu implementieren und zu ändern." Da diese Anwendungssysteme über 30 Jahre laufen sollen, muß der Fortschritt jeder Finanzierungsphase stets neu programmiert werden.

Einige Zeit konnte sich die EDV-Mannschaft noch auf technische Schwierigkeiten hinausreden, "als aber die Datenverarbeitung von den Fachabteilungen immer weniger als Allerheiligstes betrachtet wurde, mußten wir andere Maßnahmen ergreifen" (Schieren).

Unzumutbar für Sachbearbeiter

Der EDV-Boß fand bei der Suche nach einer Lösung den Einsatz des Listgenerators "CA-Earl" am geeignetsten, "schnell aus der Misere zu kommen, ohne die Langzeittermine in Frage zu stellen."

Die guten Erfahrungen, die Schieren dann innerhalb der EDV-Abteilung mit diesem Generator-System machte, veranlaßten ihn, dieses Produkt auch den Fachabteilungen näherzubringen. Diese Idee scheiterte zunächst am Widerstand der Sachbearbeiter, sich an einen Locher zu setzen, um die "CA-Earl"-Steuerkarten abzulochen. Räumt Schieren ein: "Das konnte ihnen nicht zugemutet werden."

Programm-Kniffe

Erst die Einführung von Panvalet/ Online in der EDV-Abteilung machte es möglich, "CA-Earl"-Jobs im Dialog in Batch-Partitions hineinzulancieren.

Drei Bildschirme waren in der EDV bereits installiert. Ab 1974 wurden weitere 22 - teilweise IBM 327??? sowie IBM-kompatible Telex-Geräte - in allen Fachabteilungen installiert.

Durch bestimmte "Programm-Kniffe" können die Kreditbank-Sachbearbeiter nunmehr mit einfachen Select-, Print- und Control-Anweisungen bestimmte Prozeduren aufrufen und sich die gewünschten Auswertungen in "Sekundenschnelle" über den Bildschirm an den Arbeitsplatz holen. Resümiert Schieren: "Heute stellen sich auch die Nicht-EDV-Spezialisten aus Revision und Buchhaltung ihre eigenen Programme am Bildschirm zusammen." Dadurch werden, wie Schieren ergänzt, die Programmierer endlich so weit entlastet, daß die erforderliche Zeit haben, sich auf Langzeittermine zu konzentrieren.