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11.07.2006

Open Source beherrscht den Entwickleralltag

IT-Experten arbeiten immer mehr mit Linux, Java, PHP und MySQL.
Seit der zweiten Hälfte der 90er Jahre laufen herstellerunabhängige beziehungsweise quelloffene Programmiersprachen wie Java, Java-script und PHP den herstellerspezifischen Umgebungen den Rang ab.
Seit der zweiten Hälfte der 90er Jahre laufen herstellerunabhängige beziehungsweise quelloffene Programmiersprachen wie Java, Java-script und PHP den herstellerspezifischen Umgebungen den Rang ab.

Joinvision, ein Marktplatz für IT-Dienstleistungen im deutschsprachigen Raum, wertet alljährlich aus, welche Techniken die auf der Website registrierten IT-Fachkräfte aktuell verwenden. Diese subjektive Selbsteinschätzung der Experten führt zu anderen Ergebnissen als Marktstudien, die sich an Umsatzgrößen oder Lizenzzahlen orientieren, welche bei Open Source schwer zu ermitteln sind. Der Befund der aktuellen Studie zeigt, dass sich seit der zweiten Hälfte der 90er Jahre die Gewichte deutlich verschoben haben.

Linux verdrängt Unix

Bei den Betriebssystemen kommt Linux in allen seinen Varianten inzwischen auf 27 Prozent und gewinnt laufend an Bedeutung. Noch sind davon Microsofts Windows-Systeme mit einem Anteil zwischen 50 und 60 Prozent nicht erkennbar betroffen. Der größte Verlierer ist Unix mit den Derivaten Solaris, HP-UX, AIX, Mac OS X, BSD etc. Ihre Nutzung ist auf zehn Prozent gefallen. IBMs Mainframe-Umgebungen haben sich bei zwei Prozent stabilisiert.

Bei den Programmiersprachen drückte Mitte der 90er Jahre Visual Basic die Klassiker PL/1, C und C++ an den Rand. Inzwischen ist die Microsoft-Umgebung selbst bei zwölf Prozent Relevanz in den Hintergrund getreten. Den Rang abgelaufen haben ihr zuerst Java mit heute 23 Prozent und Javascript mit 14 Prozent. Das quelloffene PHP liegt seit dem Jahr 2000 bei rund zehn Prozent. Ein Aufsteiger ist Microsofts .NET-Teil C# mit inzwischen elf Prozent Relevanz. Fortran, Cobol und Assembler sind laut Joinvision kaum noch gefragt.

MySQL wichtiger als DB-Klassiker

In puncto Datenbanken gibt es seit Ende der 90er Jahre eine einschneidende Veränderung durch die zunehmende Verbreitung von MySQL. Adabas und VSAM sind bedeutungslos geworden. Der IBM-Klassiker DB2 hält sich gerade noch bei zehn Prozent Relevanz. Microsoft Access beziehungsweise SQL Server haben anscheinend ihren Zenit erreicht und liegen addiert jetzt bei 24 Prozent. Gleiches scheint für Oracle mit jetzt 23 Prozent zu gelten. Bedeutender als die bekannten Größen ist inzwischen der Newcomer MySQL. IT-Fachkräfte setzen das Open-Source-Produkt mit 29 Prozent häufiger ein als jede andere Datenbank.

Joinvision kommentiert die Entwicklung: "Zusammenfassend spricht vieles dafür, dass Open Source nicht nur zu einem fixen Faktor in der IT geworden ist, sondern der Marktanteil von Open-Source-Technologien weiter ansteigt." (ls)