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15.10.2004

Open-Source-Preise für Stadt Mülheim und Schering

Das Fraunhofer-Institut hat zusammen mit der Firma Lightwerk und dem Linux-Verband Live auf dem Strategischen Open Source Symposium (SOSS) Preise für Open-Source-Anwendungen vergeben.

Um die "Open Source Best Practice Awards 2004" kämpften insgesamt 47 Bewerber. Die Preise des in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgeschriebenen Wettbewerbs wurden in den Kategorien "Freie Wirtschaft" und "Öffentlicher Bereich" vergeben. In der achtköpfigen Jury saßen unter anderen Elmar Geese, Vorsitzender des Linux-Verbandes, und Professor Dieter Spath, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO). Bewertet wurden Innovativität und Sparwirkung der Lösungen, Qualitätsverbesserungen sowie die Unterstützung des Open-Source-Gedankens.

Den ersten Preis in der Kategorie "Öffentlicher Bereich" gewann die Stadt Mülheim mit dem Open-Source-Produkt "Open Ticket Request System" (OTRS). Die Jury lobte, dass sich die Helpdesk-Lösung für Serviceabteilungen einfach anpassen und erweitern lasse. Ein Grossteil der von der Stadt Mülheim implementierten Erweiterungen sei außerdem zurück in die Open Source Community geflossen, würdigten die Preisrichter. Auf den zweiten Platz kam die World Health Organization (WHO) mit ihrer "Distributed Digital Library", einem Toolkit für Informationen zu HIV und Aids. Den dritten Platz teilten sich die Oberfinanzdirektion Hannover mit einem Bildschirmarbeitsplatz für Sehbehinderte und Blinde auf Linux-Basis und die IHK für München und Oberbayern mit einem Linux-basierenden "Internet Map-Server"(IMS) für geografische Informationen.

In der Kategorie "Freie Wirtschaft" belegte der Pharmakonzern Schering AG den ersten Platz. Das auf Basis von Open-Source-Software entwickelte System "Genomatch" unterstützt die Logistik und Verwaltung von Genproben. Die Jury würdigte mit dem Preis die Entscheidung des Unternehmens, Open-Source-Produkte in einem "höchst sicherheitskritischen Bereich" einzusetzen. Auf den zweiten Platz kam die Raiffeisen Zentral Bank Austria mit einem serviceorientierten Framework für Java-basierende Portal- und Web-Anwendungen. Den dritten Platz in der privatwirtschaftlichen Liga teilt sich die Norddeutsche Affinerie AG, die Datei- und Verzeichnisdienste auf eine Linux-Plattform migrierte, mit der Mohn Media - Mohndruck GmbH, die eine zentral regulierte Maschinen-Fernwartung auf Open-Source-Basis erstellte.

Fraunhofer-Manager Spath äußerte sich anlässlich der Preisverleihung beeindruckt davon, welche Vorteile Unternehmen und öffentliche Einrichtungen durch den Einsatz freier Software bereits erzielen könnten. Linux-Verfechter Geese verwies in diesem Zusammenhang auf die wachsende Zahl kleiner und mittelständischer IT-Dienstleister mit Open-Source-Know-how. (ba)