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08.11.2004

Open Text kann Umsatz dank Ixos fast verdoppeln

Münchner Tochtergesellschaft arbeitet nach Entlassungen profitabel.

Ein starker Umsatzanstieg hat den Aktienkurs des kanadischen Softwarehauses Open Text vergangene Woche beflügelt. Basis des Wachstums waren die Einnahmen der übernommenen Münchner Tochtergesellschaft Ixos, die im ersten Fiskalquartal rund 33 Millionen Dollar zu den Gesamtumsätzen von 85,6 Millionen Dollar beitrug. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte sich der Ixos-Umsatz auf 30 Millionen Euro belaufen, umgerechnet nach heutigem Kurs etwa 38 Millionen Dollar. Ixos arbeite nun nach dem Open-Text-Modell, sagte CEO Tom Jenkins vor Journalisten in München. Damit meinte er, dass sich die Gewinnspanne bei zirka 15 Prozent der Umsätze eingependelt habe - so, wie von der kanadischen Mutter verlangt.

Vor einem Jahr waren über 900 Mitarbeiter bei Ixos angestellt, aktuell sind es noch gut 700. Mit einem Umsatzanteil von knapp 20 Prozent ist Deutschland die wichtigste Region für Open Text. Spekulationen über einen erneuten Stellenabbau hierzulande verwies CEO Jenkins ins Reich der Fabel: Es werde keine Entlassungen geben, das Thema sei abgeschlossen.

Noch nicht vollzogen ist indes die komplette Ixos-Übernahme, denn Open Text hat nicht alle Anteilseigner vom Tausch überzeugen können. Die Kanadier halten laut Jenkins derzeit 91 Prozent der Ixos-Aktien, Tendenz steigend. "Beträgt der Anteil über 95 Prozent, kann Open Text ein formales Squeeze-out-Verfahren einleiten", sagt Helmut Bartsch, Analyst der Stuttgarter BW-Bank. Dabei wird den restlichen Aktionären eine Abfindung angeboten, deren Höhe im Zweifelsfall mittels eines Gutachtens bestimmt wird. Ziel ist die vollständige Kontrolle, um Ixos von der Börse nehmen zu können. Einen konkreten Zeitrahmen dafür gebe es nicht, sagte CEO Jenkins. Im kommenden Jahr solle der Prozess jedoch abgeschlossen sein.

Unter dem Strich fiel das erste Fiskalquartal durchwachsen aus. Das Nettoergebnis nach US-GAAP sackte von 3,4 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum auf minus eine Million Dollar ab. Bereinigt um Sondereffekte, lag der Quartalsprofit mit 3,9 Millionen Dollar über den Erwartungen. Open Text bestätigte die Prognose für das gesamte Fiskaljahr, das im Juni 2005 endet. (ajf)