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09.02.2006

Openconnect-Technik analysiert Cobol-Sessions

Neues Verfahren identifiziert aktiven Mainframe-Code und stellt ihn für SOA-Umgebungen bereit.
Das Soa-Solutions-Modul Comprehend protokolliert die Host-Sessions und erstellt daraus eine Art Muster des Applikationsgebrauchs - also welcher Code wie oft für einen Geschäftsvorfall verwendet wird.
Das Soa-Solutions-Modul Comprehend protokolliert die Host-Sessions und erstellt daraus eine Art Muster des Applikationsgebrauchs - also welcher Code wie oft für einen Geschäftsvorfall verwendet wird.

Nach wie vor werden zwischen 70 und 90 Prozent des weltweiten Datenbestands von Mainframe-Installationen verwaltet. Um diese Informationen in modernen Architekturen zur Verfügung zu stellen, bieten sich mittlerweile diverse Verfahren an. Jetzt hat die US-amerikanische Firma Openconnect, ein 22-jähriger IT-Veteran, der bislang eher für Terminal-Emulationsprodukte bekannt ist, eine interessante Neuheit auf diesem Gebiet vorgestellt. "Soa Solution" ist ein Paket, das nicht nur Cobol-Code kapselt, um ihn anhand von Web-Services-Standards in einer Service-orientierten Architektur (SOA) zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus unterstützt das Paket dabei, die dafür geeigneten Sessions aufzuspüren. Die Suite analysiert, welcher Code im gesamten Datenwust überhaupt noch aktiv ist. Dazu werden Softwareagenten im Netz platziert, die zunächst passiv alle aktuellen Sessions aufzeichnen, diese dann in einer zweiten Phase erneut abspielen, um analysieren zu können, welcher Code beziehungsweise welche Prozesse in eine SOA überführt werden sollen.

Soa Solution besteht aus drei Komponenten. Das Modul "Comprehend" stellt den Listener dar, der im Netz sämtliche Benutzerinteraktionen mit Mainframe-Assets aufzeichnet. Auf dieser Informationsbasis entsteht eine Art Landkarte, in der typische Muster dafür hinterlegt sind, welche Teile einer Applikation Anwender für einen Geschäftsvorgang nutzen und wie sie damit umgehen. Entwickler können das so gewonnene Wissen über den Prozessablauf im Modul "Configure" zu einem SOA-Dienst umwandeln. Dies erfolgt entweder auf Basis der Screen Logic Interfaces (SLIs) oder über direkte Zugriffsverfahren via Cics Direct Interfaces (CDIs). Mainframe-Erfahrung sei bei den Programmierern nicht erforderlich, so der Hersteller. Schließlich übernimmt das Zugriffsmodul "Connect" die Verbindung mit dem exponierten Mainframe-Service. Hier ist auch die Vergabe von Berechtigungen möglich, etwa anhand von Benutzernamen, IP-Adressen, Tageszeiten oder zugeordneten Transaktionen. Chris Houck, Vice President des Unternehmens, will die Vorteile der bislang eingesetzten Techniken keineswegs in Abrede stellen, macht jedoch auch ihre Einsatzgrenzen deutlich. So zum Beispiel die von Code-Parsing und -transformation. Dieses Vorgehen sei effektiv, wenn es um das Dechiffrieren von Legacy-Code gehe, um ihn für objektorientierte Sprachen wie Java in Web-fähigen Applikationen nutzbar zu machen. Geht es jedoch um die Filterung von inaktivem Code, versagt diese Methode oft.

Ähnlich verhalte es sich mit Wrappern, die eingesetzt werden, um Legacy-Code für die Verwendung als Web-Service zu kapseln. Auch hier würden nur die bekannten und offensichtlich geeigneten Host-Prozesse angefasst. (ue)