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02.02.2001

Openshop-Gründer tödlich verunglückt

Nach all den Hiobsbotschaften aus der New Economy in den letzten Monaten kommt nun eine menschliche Tragödie hinzu. Thomas Egner, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Openshop Holding AG, Neu-Ulm, ist vergangene Woche zusammen mit drei anderen Personen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Die sechssitzige Privatmaschine zerschellte am späten Donnerstagabend aus London kommend beim Landeanflug auf den Flughafen Augsburg-Mühlhausen in einem Waldstück. Egner, seine Assistentin sowie die beiden Piloten waren auf der Stelle tot. Ein weiterer Openshop-Mitarbeiter überlebte das Unglück schwer verletzt.

Der 38-jährige Openshop-Chef galt - neben Intershop-Gründer Stephan Schambach, dessen Company gleichzeitig der größte Wettbewerber von Openshop ist - als einer der Vorzeige-Unternehmer der deutschen Internet-Szene. Egner hatte die Openshop Holding AG im April 1998 gegründet; der Börsengang im März vergangenen Jahres an den Neuen Markt war zunächst ein voller Erfolg. Allerdings mussten die Neu-Ulmer zuletzt auch der katastrophalen Stimmung an der Börsen Tribut zollen. Der Kurs der Openshop-Aktie brach nach ihrem Allzeithoch kurz nach dem Going Public von 129 Euro teilweise bis auf unter acht Euro ein. Im Gegensatz zu anderen Internet-Unternehmen am Neuen Markt blieb Openshop aber von Skandalen und dramatischen Geschäftseinbrüchen verschont. Ende November vergangenen Jahres meldete die Gesellschaft anhand ihrer aktuellen Neunmonatszahlen jedenfalls glaubhaft, dass "alles nach Plan" verläuft. Vorstand und Aufsichtsrat wollten, wie das Unternehmen in einer Pflichtveröffentlichung zum Tod Egners mitteilte, noch in dieser Woche über die Neustrukturierung des Vorstandes entscheiden.