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Browser für OS2, Windows 3.1 und 95

Opera läuft auch auf leistungsschwachen PCs

28.11.1997

Aus dem norwegischen Haus Opera Software http://www.operasoftware.com kommt ein Browser, den man ruhig als ernstzunehmenden Konkurrenten für Microsofts "Internet Explorer" und Netscapes "Navigator" einstufen kann. Die beiden Marktführer wollen mit dem Funktionsumfang ihrer Browser glänzen. Nachteilige Konsequezen davon sind geringe Geschwindigkeit und enorme Hardware-Anforderungen. Die Entwickler von "Opera" legten das Hauptaugenmerk daher auf Performance und geringen Ressourcenbedarf: Das Programm ist extrem klein und sehr schnell. Gerade mal 1 MB groß ist die Setup-Datei, verglichen mit den 25 MB des Internet Explorer 4.0 ein Winzling. Dementsprechend reicht ein 386SX mit 4 MB RAM für die Programmausführung, der Hersteller empfiehlt allerdings 8 MB. An Betriebssystemen unterstützt Opera derzeit Windows 3.1x, Windows 95 und IBMs OS/2.

Daß Opera klein ist, heißt aber nicht, daß Funktionsmangel herrscht. Der Browser unterstützt in der Version 3.0, die zum Test als Betafassung vorlag, HTML 2.0 vollständig und den größten Teil von HTML 3.2, ebenso Javascript und Secure Socket Layer (SSL) für sichere Verbindungen. An Multimedia-Formaten kennt Opera die gängigen Bild-, Video- und Audioformate wie JPEG, AVI und WAV. Darüber hinaus läßt sich der Browser mit Netscape-Plugins jederzeit erweitern. Ein einfacher Newsreader ist ebenfalls enthalten, der Mail-Client ist noch in Entwicklung und kann derzeit Post nicht empfangen, sondern nur versenden.

Interessant für viele Anwendungen wird Opera durch seine Anpassungsfähigkeit. So benötigt Opera eine Winsock-Schnittstelle erst dann, wenn es auch wirklich ins Internet geht. Für das Laden lokaler Dateien von CD-ROMs etwa ist sie nicht erforderlich. Damit ist Opera beispielsweise eine gute Wahl für HTML-basierte Bedienoberflächen von Dokumentationen, Archiven und Nachschlagewerken auf CD-ROMs.

Für den Einsatz im Intranet vorteilhaft ist die Möglichkeit, mehrere Browser-Fenster gleichzeitig zu öffnen. Im Gegensatz zu den beiden meistverbreiteten Browsern setzt Opera auf das Multiple Document Interface (MDI) und öffnet neue Fenster innerhalb des Hauptfensters. Jedes davon hat eine eigene History-Liste und wahlweise auch eine eigene Homepage. Einzigartig ist die Zoomfunktion von Opera, die den Inhalt eines Browser-Fensters um bis zu 1000 Prozent vergrößern kann. Dabei wird nicht nur die Schrift größer, sondern auch alle Grafiken oder Schaltflächen auf der Seite - ideal für sehbehinderte Surfer.

Wem die vorhandenen Konfigurationshilfen nicht ausreichen, der kann sich in Zusammenarbeit mit dem Hersteller eine maßgeschneiderte Version schneidern lassen, etwa für Informationskioske, die nur bestimmte Seiten ansteuern können. Umsonst ist das alles natürlich nicht: Eine Einzellizenz für Opera kostet etwa 60 Mark, bei höheren Stückzahlen fällt dieser Preis bis auf zwölf Mark. Eine Demoversion steht auf der Web-Seite des Anbieters zum Herunterladen bereit.

Thomas Markgraf arbeitet als freier Autor in München.