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13.06.2006

Optionen werden zum Skandal

Die US-Börsenaufsicht hat etliche IT-Anbieter im Visier.

Aktienoptionen sind für viele Topmanager ein schönes Zubrot, das bei einer guten Kursentwicklung schnell das Fixgehalt in den Schatten stellt. Daher sind die Begehrlichkeiten groß, noch ein wenig mehr herauszuschlagen. Jahrelang blühte das - nicht zwangsläufig illegale - Geschäft im Verborgenen, doch seit die US-Börsenaufsicht SEC nach dem Enron-Zusammenbruch den Wildwuchs eindämmen will, haben sich die Kavaliersdelikte zu einem handfesten Skandal ausgeweitet. In diesen sind derzeit rund 30 Firmen in den USA verwickelt, viele davon namhafte IT-Anbieter.

Einige Topmanager konnten Optionen zurückdatieren und ausüben, wenn der Aktienkurs niedriger und die Gewinnspanne folglich umso größer gewesen war. Zudem traten Fälle auf, in denen Optionen am Tag vor einer kursrelevanten Ankündigung ("spring-loading") ausgeübt wurden. Ging der Aktienwert wie erwartet nach oben, hatte sich das Geschäft rasch gelohnt.

15 Manager sind gegangen

Die SEC kritisiert aber vor allem, dass neue Optionen für Manager nicht innerhalb von 48 Stunden an die Investoren gemeldet wurden, wie es seit 2002 Gesetz ist. Die bekanntesten IT-Firmen, die derzeit von der SEC untersucht werden, sind Mercury Interactive, McAfee, RSA Security, Brocade, Juniper und seit Montag auch die Stellenbörse Monster. Berichten zufolge sollen insgesamt 15 Topmanager zum Rücktritt veranlasst worden sein. Den betroffenen Unternehmen drohen herbe Konsequenzen: Sind die Jahresabschlüsse wegen der SEC-Untersuchung nicht rechtzeitig fertig, kann ein Ausschluss von der Börse folgen. Dies wiederum reduziert die Sichtbarkeit am Markt und untergräbt das Vertrauen der Kunden. Außerdem drohen in den USA traditionell Schadensersatzklagen von Investoren. (ajf)