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18.02.1994

Optische Massenspeicher erlauben auch neue Auswertungen Ein CD-ROM-Archiv ersetzt die Magnetbaender der US-Regierung

MUENCHEN (CW) - CD-ROMs scheinen in den USA zum Nachfolger der Magnetbandarchive zu werden. Die Datenspeicherung mit Laserlicht hat die US-Regierung ueberzeugt und soll sich nach Meinung von Analysten auch fuer Industriefirmen eignen.

Vorreiter sind die Nasa und das geologische Institut der US- Regierung (U.S. Geological Survey = USGS). Jerry McFaul aus dem USGS sagte, dass man schon vor zehn Jahren die Vorteile der CD-ROM- Technik gesehen habe. Diese sei damals allerdings noch zu teuer gewesen. Heute sind ungefaehr 4000 Dollar fuer ein CD-ROM- Schreibgeraet zu bezahlen, in Deutschland etwas mehr als 10000 Mark.

Die Daten von 640 Baendern finden auf 39 CDs Platz

McFaul bringt ein Beispiel: Eine Oelgesellschaft kann sich vom USGS 25 GB geologische Daten besorgen - auf 640 Magnetbaendern. Nach Zahlung von 85000 Dollar nimmt sie den Bandsalat auf einem Laster mit. Sie kann allerdings auch einen Kurier mit 1248 Dollar vorbeischicken, der dieselben Daten auf 39 CDs davontraegt.

Das USGS gewinnt durch die Umstellung auf CD-ROM nicht nur Platz im Archiv, sondern auch einen ruhigeren Schlaf. Eins von zehn Magnetbaendern hat schon nach einem Jahr Lagerung einen Fehler, der muehsam behoben werden muss. Nach etwa zehn Jahren im Archiv sind die Baender kaum mehr zu retten: Sie muessen ausgetauscht werden, um die Daten nicht endgueltig zu verlieren. Eine CD dagegen speichert die Informationen mindestens fuenfzig, wenn nicht hundert Jahre und kann nur durch Kratzer beschaedigt werden, wie Musik-CDs auch.

Die Umstellung wird vorangetrieben: In einer NASA-Einrichtung werden pro Tag 200 Magnetbaender auf CD ueberspielt und im Jet Propulsion Laboratory der NASA sollen insgesamt 65000 Baender eingesetzt werden.

Dass Informationen auf einer CD auch den Ueberblick verbessern koennen, erlaeutert Carl Abston von USGS so: "Wir packen auf eine CD Informationen ueber den Erdmagnetismus, die Strahlung aus dem Weltall und die Jahresringe der Baeume. Damit lassen sich Fragen beantworten wie: Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Klimaveraenderungen und der kosmischen Strahlung? Antworten darauf konnte bisher nur ein Grossrechner liefern. Heute geht das am PC."