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24.05.1985 - 

Nächste Computergeneration arbeitet mit Licht:

Optische Rechner erst im Jahr 2000

NEW YORK (vwd) - Die nächste Computergeneration wird sich bei der Übermittlung

und Speicherung von Informationen Lichtwellen bedienen und entsprechend mit

Lichtgeschwindigkeit arbeiten können.

Die private Industrie und ein halbes Dutzend Universitäten in den Vereinigten

Staaten, darunter die Universität Stanford, befassen sich derzeit im Rahmen

wissenschaftlicher Untersuchungen mit dem "optical computer". Dieser kann nach Angaben

aus Kreisen der Wissenschaftler eine Billion Operationen pro Sekunde durchführen. Die

schnellsten derzeit am Markt befindlichen Geräte führen dagegen maximal 800 Millionen

Operationen in einer Sekunde durch.

Diese neue Technologie sei für das SDI-Vorhaben (Strategic Defense Initiative) von

US-Präsident Reagan "geradezu ideal". Obgleich es noch gut fünf Jahre dauern dürfte,

bevor der erste Lichtwellen-Prototyp verfügbar ist und noch weitere 10 bis 15 Jahre

vergehen werden, bis diese "optical computer" kommerziell produziert werden können,

dürften sie die Art und Weise, wie Informationsprozessoren entwickelt und gebaut werden,

"revolutionieren".

Ein Mitarbeiter der wissenschaftlichen Abteilung der At&T Bell Laboratories erklärte,

daß mit der Entwicklung ein neues Territorium betreten wird: "Würden wir uns bei der

Entwicklung von optischen Computern auf unser Wissen über elektronische Anlagen

verlassen, wäre es etwa so, als wollten wir eine Düsenmaschine mit Federn entwickeln."

Es gibt einige Hindernisse auf dem Weg, die jedoch, so die zuversichtlichen

Wissenschaftler, gemeistert werden können. Eines davon ist, daß diese Computer fünfmal

mehr Hitz(...)erzeugen als ihre Vorgänger. Ein weiteres Problem stellt Galliumarsen dar, ein

synthetisches Kristall, das bei der Produktion von Chips für diese Computer benötigt wird.

Galliumarsen muß mit einer ganz bestimmten Menge Silizium (dem Hauptbestandteil von

digitalen Chips) vermischt werden. Die Herstellung des dafür benötigten puren und reinen

Kristalls sei sehr kostenintensiv.

Ein Mitarbeiter der Carnegie-Mellon-Universität (Pittsburg) sowie andere

Wissenschaftler versprechen sich dagegen mehr vom "Hybridcomputer" - in diesen Anlagen

seien die Vorteile optischer und herkömmlicher Computer kombiniert.