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20.02.2004 - 

Neue Technik könnte optische Netze verbilligen

Opto-Chips auf Silizium-Basis

SANTA CLARA (IDG) - Elektrooptische Bauteile kosten künftig womöglich nur noch einen Bruchteil des heutigen Preises. Intel gelang es, diese für Glasfasernetze wichtigen Elemente kostengünstig auf Silizium-Basis zu entwickeln.

Intels Forschungsabteilung schaffte es erstmals, einen Silizium-Modulator zu bauen, der eine Bandbreite von über einem Gigahertz aufweist. Bislang wurden mit optoelektronischen Bauelementen aus Silizium lediglich 20 Megahertz erreicht.

Optoelektronische Modulatoren kommen hauptsächlich bei der Datenübertragung via Glasfaser zum Einsatz, wo sie die elektronischen Signale, vereinfacht ausgedrückt, in Lichtimpulse umwandeln. Zum Bau entsprechender Switching-Elemente im Zehn-Gigahertz-Bereich wurden bisher teure und exotische Materialien wie Gallium-Arsenid verwendet.

Diese Ausgangsmaterialien sind ein Grund dafür, dass optische Switches sehr teuer sind, da die einzelnen Switching-Komponenten zwischen 1000 und 2000 Dollar kosten. Mit Intels Durchbruch wird nun ein Wunschtraum der Entwickler wahr: Sie können die Komponenten aus dem billigeren Silizium bauen und dadurch enorme Kosten einsparen. Nach Schätzungen von Intel werden nämlich entsprechende Bauteile aus Silizium nur fünf bis zehn Dollar kosten.

Sollten sich diese Kostenvorteile auf die Verkaufspreise von optischem Equipment niederschlagen, könnte der Traum vom "Fiber to the Desktop in naher Zukunft endlich Realität werden. Allerdings warnt Intel vor einer verfrühten Euphorie, da es sich bei der jüngsten Entwicklung nur um einen Durchbruch im Labor handle. Bis zur Serienreife des Verfahrens werde es noch einige Jahre dauern. (hi)