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Opto-elektronische Datenübertragung:Univac Installiert erstmals Lichtleiterkabel

08.09.1978

BLUE BELL/USA (ma) - Nach langjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit hat Sperry Univac nun erstmals eine opto-elektronische Datenübertragungsstrecke installiert. Die Datenübertragung erfolgt dabei bi-direktional über ein einzelnes Lichtleiterkabel.

In Houston/Texas verbindet dieses Lichtleiterkabel fünf Sperry-Univac-

Bildschirmgeräte der Zentralbücherei mit dem zwei Kilometer entfernten Computer des Management-Informations-Systems der Stadtverwaltung.

Das neue Lichtleiterkabel ersetzt das bisher auf derselben Strecke verwendete Koaxialkabel.

Bei Sperry Univac ist man überzeugt, daß dies der erste kommerzielle Einsatz eines Lichtleiterkabels als Datenübertragungsleitung durch einen Computerhersteller ist. Lichtleiterkabel (Fibre optic cables) verwenden Lichtimpulse statt elektrischer Impulse, um Daten zu übertragen. Die elektrischen Impulse werden an einem Ende des Kabels durch winzige Leuchtdioden - ähnlich den zur Anzeige in Uhren oder Taschenrechnern verwendeten - in Lichtimpulse umgewandelt. Allerdings sind die hier verwendeten Leuchtdioden um einige Größenordnungen heller und arbeiten wegen des besseren Wirkungsgrades mit infrarotem Licht. In neuen Entwicklungen werden schon sehr kleine Injektions-Laser verwendet, die Licht mit extrem hoher Intensität aussenden.

Am anderen Ende des Lichtleiterkabels werden die Lichtimpulse durch lichtempfindliche Dioden oder Transistoren in elektrische Impulse zurückverwandelt. Das Ergebnis ist eine optische Übertragungseinrichtung mit elektrischen Schnittstellen an beiden Enden.

Der Einsatz opto-elektronischer Datenübertragungswege bietet viele Vorteile. Zum einen werden keine Störgeräusche oder Störsignale abgestrahlt und damit jede Störung im Rundfunkfrequenzband vermieden. Zum anderen ist diese Übertragungstechnik absolut abhörsicher und ermöglicht eine elektrische Isolation zwischen den verschiedenen Teilen eines großen Datenverarbeitungssystems, wodurch teure Erdungssysteme entfallen können.

Das geringe Gewicht und der kleine Querschnitt der Lichtleiter ermöglichen eine schnellere und wirtschaftlichere Installation. Die zur Zeit verwendeten Koaxial-Kabel haben Durchmessen bis zu 38 Millimeter und führen bis zu 36 separate Kupferleiter. Demgegenüber haben Lichtleiter, bei gleicher Übertragungsleistung, einen Durchmesser von nur etwa 2,5 Millimeter.

Der vielleicht wesentlichste Vorteil für die Zukunft besteht jedoch darin, daß das Rohmaterial für die Herstellung dieser Kabel Sand ist - anstelle von Kupfer oder noch teureren elektrisch leitenden Materialien.