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13.06.2006

Oracle-Anwender fordern Antworten

ERP-Kunden zweifeln am Versprechen des Herstellers, die Lösungen unbefristet zu pflegen.

Die "Applications-Unlimited"-Ankündigung von Oracle werde unter den Anwendern der entsprechenden Produktlinien des Datenbankspezialisten kontrovers diskutiert, berichten die Verantwortlichen der Doag. Oracle hatte Anfang Mai verkündet, alle Applikationen von der eigenen E-Business-Suite bis hin zu den eingekauften Produktlinien von Peoplesoft, J.D. Edwards und Siebel würden unbefristet gewartet und weiterentwickelt. Applications Unlimited bedeutet demnach eine Abkehr von der Strategie, neue Funktionen nur über einen befristeten Zeitraum in ein bestimmtes Software-Release zu implementieren.

Trotzdem blieben eine Reihe ungeklärter Fragen, mahnt die Doag. So sei fraglich, ob Oracle genügend Entwicklungskapazität aufbringe, um alle Produktlinien wettbewerbsfähig zu halten. Außerdem bleibe abzuwarten, ob möglicherweise das Entwicklungstempo zugunsten des Fusion-Projekts gedrosselt werde beziehungsweise sich die Fusion-Entwicklung wegen des hohen Aufwands für die Pflege der Altsysteme verzögere. Die Antworten darauf seien besonders für Neukunden relevant. Diese fragten sich, ob sie mit dem Kauf eines aktuellen Produkts auf dem Abstellgleis landeten. Vor allem der Aufwand für den weiteren Weg in Richtung Fusion scheint schwer einzuschätzen. Die Erwartungen reichen vom automatischen Update bis hin zur aufwändigen Neuimplementierung. Fortsetzung auf Seite 4

Oracle werde mit Applications Unlimited nur dann Erfolg haben, wenn es gelinge, in allen Produktlinien rasch Fusion-Middleware zu integrieren, um den Aufwand für einen späteren Umstieg in die Fusion-Applikationswelt möglichst gering zu halten, lautet das Fazit der Doag-Verantwortlichen.

Der Kundendruck hat gewirkt

Unter dem Druck der Kunden haben die Oracle-Verantwortlichen immer weiter reichende Supportversprechen gemacht. Nachdem zunächst alle Applikationen bis zum Jahr 2013 unterstützt werden sollen, hieß es später, die Ankündigung gelte unbefristet. Diese Zusage erweiterte Oracle nun mit dem Versprechen, die einzelnen Anwendungen mit dem "Applications-Unlimited"-Konzept auch dauerhaft weiterzuentwickeln. Die Doag wertet das als "klugen Schachzug", um Zeit zu gewinnen.

Die verwendet Oracle vor allem dazu, sein Middleware- und Anwendungsgeschäft auszubauen. Unter dem "Project Fusion" soll bis 2008 auf Basis der eigenen und zugekauften Applikationen eine einheitliche Service-orientierte Business-Software entstehen. Grundlage dafür bildet Oracles Fusion-Middleware. (ba)