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12.07.2005

Oracle-Anwender fordern mehr Informationen

Um seine Applikationskunden nicht weiter zu verunsichern, wird der Hersteller schnell Details über sein "Project Fusion" liefern müssen.

Laut einer Umfrage der Deutschen Oracle Anwendergruppe (Doag) beklagen Kunden im Applikationsumfeld vor allem Informationsdefizite, was Ansprechpartner und die künftige Produktstrategie betrifft. Der Datenbankspezialist werde zwar zunehmend als Lösungsanbieter wahrgenommen und habe aufgezeigt, wie es mit den Produkten von Peoplesoft und J.D. Edwards weitergehen soll, berichtet Fried Saacke, Vorstandsvorsitzender der Doag. "Doch gerade mittelständische Unternehmen erwarten für ihre Entscheidungen Investitionssicherheit, die weit über zehn Jahre hinausgeht." An der jüngsten Umfrage haben sich 72 Unternehmen beteiligt.

Peoplesoft- und J.D.-Edwards-Kunden, die sich seit dem offiziellen Vollzug des Mergers in Deutschland am 17. Juni dieses Jahres unter dem Oracle-Dach wiederfinden, fordern vor allem mehr Informationen darüber, wie es mit den Produkten weitergeht. Das Project Fusion, mit dem Oracle ab 2008 eine neue Applikationsplattform präsentieren will, sorge für Irritationen, berichtet Thomas Zoller von der ehemaligen Peoplesoft German User Group (GUG). Es werde nicht einfach sein, drei Produktlinien zu integrieren.

Michael Liedebrand, Vorsitzender der "Regional User Group Germany" der Peoplesoft-Enterprise-Kunden, hofft, dass Oracle bei der weiteren Entwicklung Rücksicht auf die Besonderheiten des deutschen Marktes nimmt. In der Vergangenheit sei dies teilweise schwierig gewesen, weil Peoplesoft stark von den USA aus gesteuert worden sei. Das werde sich hoffentlich im Zusammenhang mit der Entwicklung von Fusion ändern. Um planen und den weiteren Einsatz seiner Peoplesoft-Lösung auch intern rechtfertigen zu können, benötige er mehr Informationen.

Doch damit hält sich Oracle zurück. Günther Stürner, Vice President für die Business Unit Database und Server Techno-logy Competence Centers in Deutschland, räumt ein, dass es noch keinen genauen Plan für Fusion gebe. Um ein fundiertes Konzept zu liefern, benötige Oracle noch etwas Zeit. Man könne daher noch keine Aussagen darüber machen, welche Plattformen und Datenbanken künftig unterstützt würden, ergänzt Jens Kürschner, Business Manager Application Consulting Services von Oracle in Deutschland. "Es wird jedoch kein Kunde auf der Strecke bleiben."

Bei Oracle scheint man sich der Probleme zumindest bewusst zu sein. "Eine unsichere Kundenbasis ist infektanfällig", gibt Oracle-Manager Stürner zu. Die Möglichkeiten, spezifische Anforderungen deutscher Anwender in der künftigen Entwicklung zu berücksichtigen, schätzt Stürner für gut ein. Erfolge im Heimatmarkt der SAP würden im US-amerikanischen Hauptquartier hoch geschätzt. (ba)