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10.10.1997 - 

Oracle Applications 11 bietet Euro-Unterstützung

Oracle baut Anwendungsgeschäft aus

Um die eigene Position im immer wichtiger werdenden Markt der Vertriebsunterstützungs-Lösungen zu verstärken, sei das seit mehr als drei Jahren verkaufte "Oracle-Sales-and-Marketing"- (OSM-)-Paket deutlich überarbeitet worden, sagte Ron Wohl, Senior Vice-President der Anwendungsentwicklung bei Oracle. Die aktuelle Version enthalte eine Reihe neuer Funktionen, darunter eine Vertriebsenzyklopädie sowie ein Analysemodul und bestehe aus den drei Komponenten "Sales and Marketing", "Sales Compensation" und "Service". Zudem unterstützt das Produkt den Zugriff von Außendienstmitarbeitern.

Ein Grund für das größere Engagement von Oracle im Bereich Sales Force Automation (SFA), so vermuten Fachleute, ist die Konkurrenz mit Herstellern wie SAP und Baan. SAP hat bereits angekündigt, mehr in SFA-Anwendungen zu investieren. Baan hat sich durch die Käufe von Aurum und Teilen von Matrix auf diesem Gebiet verstärkt.

Um die Anforderungen unterschiedlicher Branchen zu erfüllen, präsentierte Oracle unter anderem "Oracle Government" für die Verwaltung, "Oracle Automotive" für die Automobilindustrie sowie "Oracle Aerospace" und "Oracle Defense" für Luftfahrt und Verteidigung. Auch Bausteine für die High-Tech-Industrie sollen das Portfolio abrunden. Oracle hat für den Ausbau seiner Anwendungen eine sogenannte "Architected Best-in-Class"- (ABC-)Strategie. Darin enthalten ist die Eigenentwicklung von Paketen und die Integration von Lösungen ausgesuchter Technologiepartner. Die für Anfang 1998 in Aussicht gestellte Oracle Applications 11 bewältigt laut Hersteller die Anforderungen, die sich aus der Europäischen Währungsunion ergeben, unter anderem also auch die Einführung des Euro.

Für Windows-NT-basierte Internet-Anwendungen wurde auf der OAUG der "Oracle Application Web Server 3.0 vorgestellt. Mit der NT-Engine können Benutzer Anwendungen auf einem einzigen Server verwalten statt auf Hunderten von PCs. Update und Administration von Benutzern und deren Software soll somit laut Oracle vereinfacht werden. Entwickler haben bei der Erstellung von Web-Anwendungen die Wahl zwischen den Programmiersprachen beziehungsweise Entwicklungsumgebungen: Unterstützt werden Java, C, C++, Live HTML, Perl, VRML, PL/SQL oder Developer/2000. Zudem besteht die Möglichkeit, die Web-Server-Software von Netscape und Microsoft einzusetzen. Beim Oracle Web Application Server 3.0 lassen sich beliebige Browser-basierte Clients integrieren.

Oracles Applikationen

Mit einer Reihe von Ankündigungen wartete die Softwareschmiede aus Redwood, Kalifornien, auf der letzten Tagung der Oracle Application User Group in Orlando auf:

High-Tech-Industrie - Mit den Oracle-Anwendungen für High-Tech-Unternehmen soll deren Wertschöpfungskette von der Produktentwicklung über die Produktion bis hin zum Service unterstützt werden. Dazu gehören ein sogenannter "Oracle Product Generator", sowie der "Web-Based Cofigurater", die Komponente "Oracle Flow Manufacturing" und "Oracle Workflow".

Autmobilindustrie - "Oracle Automotive" enthält Funktionen für Auftragsfertiger und Bauteil- oder Baugruppenlieferanten sowie Features zur Steuerung von Wertschöpfungsketten.

Wartung und Service - "Oracle Service Resource Planning" (SRP) umfaßt ein unternehmensweites Anwendungspaket zur Steuerung von Wartungs-, Reparatur- und Überholungsprozessen. Als erste Komponente daraus soll "Oracle Maintenance, Repair and Overhaul" (MRO) Anfang nächsten Jahres ausgeliefert werden.

Projekte - Speziell für die Belange von Unternehmen, die auf Projektbasis Produkte vertreiben oder als Auftragsentwickler am Markt agieren, soll "Oracle Project Manufacturing" entwickelt werden. Mit dem Produkt sollen sich Projekte von der Analyse- über die Angebotsphase bis hin zur Produktion und Wartung verwalten lassen. Neben der Zeit- und Ressourcenplanung wird auch die Kostenkontrolle durch Soll-Ist-Vergleiche und Ermittlung von Kennzahlen abgedeckt.