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22.11.2002 - 

Das Umfeld soll die Datenbank im Zentrum sichern

Oracle bekräftigt Kurs auf Anwendungen

SAN FRANCISCO (CW) - Neue Anwendungen standen auf der Oracle World im Vordergrund. Sie gruppieren sich um die hauseigene Datenbank, für die der Hersteller inzwischen Linux- und Intel-basierende Cluster favorisiert.

Neu sind die erklärten Ziele für die Entwicklung der nächsten Datenbankversion nicht - hausintern ist gelegentlich von Oracle 10i zu hören, ohne dass der Name schon beschlossen sei. Wieder ist von verbesserten XML-Fähigkeiten die Rede, von größeren Datenkapazitäten, von einfacherem und automatischem Management. All das stand auch schon bei Oracle 9i im Vordergrund und sollte damals wie in Zukunft vor allem eins bewirken: die Kosten des Datenbankbetriebs senken.

Genau genommen geht es dabei um die Gesamtbetriebskosten, nicht jedoch um fallende Lizenzpreise. Sparen sollen die Kunden beim Personalaufwand in der Administration und vor allem durch preisgünstigere Systemumgebungen. Deswegen propagiert Oracle die Migration von Unix und Windows auf Linux sowie den Umstieg von Multiprozessorrechnern auf Intel-basierende Cluster.

Oracles wichtigste Partner sind Hardwarelieferant Dell und der Linux-Distributor Red Hat, mit denen es das Projekt "Unbreakable Linux" initiiert hat. Der Datenbankanbieter möchte in diesem Rahmen die Fortschritte mehrerer Projekte zur Verbesserung der Sicherheit, Cluster-Technik und Skalierbarkeit von Linux zusammenführen. Red Hat hat angekündigt, Oracles Cluster File System (OCFS) in künftige Versionen seiner Betriebssystem-Variante "Advanced Server" aufzunehmen.

Darüber hinaus möchte Oracle wieder einmal mit seinen Applikationen Microsoft Konkurrenz machen - jetzt wird auf Linux-Desktops gesetzt. So soll die neue Groupware-Lösung "Collaboration Suite" vor allem Microsofts "Exchange" zurückdrängen (siehe CW 46/02, Seite 4). Demnächst sollen mit allen Oracle-Anwendungen - vorzugsweise Web-basierende - Linux-Clients korrespondieren.

Die Client-Perspektive zeigt sich selbst in der neuen Version 4.0 einer klassischen Server-Anwendung, dem "Enterprise Manager". Künftig werden bei diesem Datenbank-Administrations-Tool nicht mehr nur Server-spezifische Angaben wie die CPU- oder I/O-Auslastung gemessen, sondern auch Antwortzeiten auf Queries seitens der Clients.

Die Betriebskosten möchte Oracle des Weiteren durch Grid-Computing reduzieren, das für eine bessere Auslastung aller Rechnerressourcen in Unternehmen sorgen soll. Der Anbieter stellte ein "Grid Developers Kid" (GDK) vor, das die Kunden kostenlos vom Oracle Technology Network herunterladen können. Dessen Betriebssystem der Wahl ist Linux, erweitert um die Datenbank Oracle 9i. Hausintern stellt der Anbieter seine DV gerade auf ein Grid aus Linux- und Intel-basierenden Systemen um.

Um durch mehr Einheitlichkeit die Entwicklung von Anwendungen zu vereinfachen, engagiert sich Oracle sowohl im Sun-initiierten Java Community Process (JCP) als auch bei der IBM-dominierten Eclipse-Plattform. Dem JCP schlug der Datenbankanbieter eine Spezifikation zu einer Anwendungs-Programmier-Schnittstelle vor. Oracle ist künftig im Leitungskomitee des Open-Source-Projekts Eclipse vertreten. (ls)