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12.10.2010 - 

Rechtsstreit um Datendiebstahl

Oracle beruft HP-CEO Apotheker als Zeugen im Streit mit SAP

Im Rechtsstreit mit dem Softwarekonzern SAP um Datendiebstahl will US-Wettbewerber Oracle deren früheren Chef Leo Apotheker in den Zeugenstand rufen. Der Name von Apotheker, der erst kürzlich CEO von Hewlett-Packard (HP) geworden ist, stehe auf der Zeugenliste, die die Anwälte der beiden Softwarekonzerne am Freitag ausgetauscht hätten, sagte SAP-Sprecher Bill Wohl. Der Prozess soll am 1. November 2010 vor dem Bundesgericht im kalifornischen Oakland beginnen.

Im Rechtsstreit mit dem Softwarekonzern SAP um Datendiebstahl will US-Wettbewerber Oracle deren früheren Chef Leo Apotheker in den Zeugenstand rufen. Der Name von Apotheker, der erst kürzlich CEO von Hewlett-Packard (HP) geworden ist, stehe auf der Zeugenliste, die die Anwälte der beiden Softwarekonzerne am Freitag ausgetauscht hätten, sagte SAP-Sprecher Bill Wohl. Der Prozess soll am 1. November vor dem Bundesgericht im kalifornischen Oakland beginnen.

Der künftige HP-Chairman Ray Lane nahm Leo Apotheker in einem Brief an die US-Zeitung "New York Times" in Schutz. Oracle verfolge diesen Fall seit Jahren, schrieb er, habe aber nie einen Beweis geliefert, dass Apotheker persönlich verwickelt gewesen sei. Oracle wollte zu dem Thema nicht Stellung nehmen.

Oracle und Hewlett-Packard liegen ebenfalls im Clinch - wegen der Personalie Mark Hurd. Der Manager war bis vor Kurzem Vorgänger von Apotheker bei dem Computer- und Druckerhersteller, musste seinen Posten jedoch im August nach einer Beziehung zu einer ehemaligen PR-Mitarbeiterin wegen falscher Spesenabrechnung räumen. Oracle-CEO Larry Ellison holte Hurd daraufhin als Präsidenten an Bord des Softwarekonzerns aus Redwood City. Später kritisierte er die Ernennung von Apotheker zum CEO von HP.

Oracle und SAP sind seit Jahre scharfe Rivalen auf dem Markt für Unternehmenssoftware. Seit Oracle die ehemalige SAP-Dienstleistungstochter TomorrowNow vor drei Jahren beschuldigt hat, gegen Urheberrechte verstoßen zu haben, stecken beide Konzerne in einem Rechtsstreit. SAP hat den Geschäftsbereich 2008 geschlossen und im August die von Oracle vorgebrachten Verstöße eingeräumt.

In dem Prozess wird es vornehmlich um die Höhe der Entschädigung gehen. Oracle fordert mehr als 1 Mrd USD, eine Schadenssumme, die SAP als zu hoch zurückgewiesen hat. (Dow Jones/rw)