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19.03.2004 - 

Applikationsgeschäft nach wie vor Schwachstelle

Oracle bleibt auf Wachstumskurs

MÜNCHEN (CW) - Oracle meldet für sein drittes Geschäftsquartal 2003/04 ein solides Umsatz- und Gewinnwachstum. Dabei legte der Bereich Datenbanken deutlich zu, das stagnierende Applikationsgeschäft zeigt jedoch, warum das Unternehmen gegen alle Widerstände nicht von Peoplesoft lassen will.

Der Softwarekonzern steigerte im Ende Februar abgelaufenen Dreimonatszeitraum seinen Umsatz mit Neulizenzen gegenüber dem Vorjahresquartal um zwölf Prozent auf 847 Millionen Dollar. Oracle profitierte dabei von seinem Datenbankgeschäft, wo - getrieben von dem neuen Release "10g" mit Grid-Unterstützung - die Lizenzerlöse um 16 Prozent auf 700 Millionen Dollar stiegen. Die Softwareeinnahmen im Applikationsgeschäft lagen indes mit 140 Millionen Dollar nur auf Vorjahresniveau, währungsbereinigt hätte Oracle hier sogar einen Rückgang um fünf Prozent verbucht.

Reichlich Geld für Zukäufe

Mit der Übernahme des Wettbewerbers Peoplesoft könnte der nach Microsoft zweitgrößte Softwarekonzern diese Missstände beseitigen und an Bedeutung in dem Bereich gewinnen. Momentan deutet jedoch alles darauf hin, dass sich neben dem US-Justizministerium auch die EU-Kommission aus Wettbewerbsgründen gegen den 9,4 Milliarden schweren Zukauf aussprechen wird. CEO Laurence Ellison ist dennoch optimistisch, die Akquisition durchzusetzen. Außerdem sei Peoplesoft nicht das einzige Objekt der Begierde, erklärte der Konzernchef: "Es gibt noch eine Reihe anderer Akquisitionen, die wir ins Auge fassen. Wir können mit unserem Geld eine Menge anfangen."

Eine zweite Schwachstelle der Oracle-Bilanz ist der Umsatzrückgang im Servicegeschäft um elf Prozent auf 486 Millionen Dollar. Ellison hat dafür eine einfache Erklärung parat: Der Einbruch sei die Konsequenz von Oracles Erfolg, die Installation und Anpassung seiner Produkte zu vereinfachen. Da das Beratungs- und Servicegeschäft eine vergleichsweise niedrige Gewinnspanne aufweist, entwickle sich die Company damit in die richtige Richtung. Das Update- und Wartungsgeschäft - es wuchs im Berichtsquartal um 17 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Dollar - sei dagegen hochprofitabel und stelle den am schnellsten wachsenden Sektor dar.

Insgesamt stiegen die Einnahmen im Berichtszeitraum um neun Prozent auf 2,51 Milliarden Dollar. Der Nettoprofit kletterte gegenüber dem Vorjahresquartal um elf Prozent auf 635 Millionen Dollar und entsprach damit ebenfalls den Analystenerwartungen. (mb)