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01.06.2001 - 

Microsoft holt sich die Krone im Windows-Segment

Oracle bleibt die Nummer eins im Markt für Datenbanken

MÜNCHEN (CW) - Oracle blieb laut einer Studie von Dataquest im Jahr 2000 Marktführer in Sachen Datenbanken. Allerdings gelang es dem Erzrivalen Microsoft, im Segment für Windows-Datenbanken Oracle auf Platz zwei zu verweisen. Analysten gehen davon aus, dass die Firma von Larry Ellison wegen unpopulärer Preismodelle bald unter Druck geraten könnte.

Nach den Untersuchungen der Gartner-Analysten nahmen die Datenbankhersteller im letzten Jahr weltweit 8,8 Milliarden Dollar ein. Das bedeutet eine Steigerung von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zu den Steigerungsraten vergangener Jahre flaut das Wachstum jedoch ab. 1999 hatte sich der Gesamtmarkt noch um 18 Prozent gegenüber 1998 ausgedehnt.

33,8 Prozent der Umsätze sicherte sich Oracle. Damit steigerten die Kalifornier ihren Marktanteil um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Nummer zwei und drei konnten ihre Anteile erhöhen: IBM wuchs um 0,2 Prozentpunkte auf 30,1 Prozent, Microsoft konnte seinen Anteil von 13,1 auf 14,9 Prozent steigern. Verloren haben dagegen die Kleinen im Geschäft. Sybase büßte 0,1 Prozent ein und kam auf 3,2 Prozent Marktanteil. Informix rutschte von fünf auf drei Prozent.

Einen Führungswechsel gab es im Segment für Datenbanken unter Windows NT beziehungsweise Windows 2000. Microsoft sicherte sich hier 38 Prozent des Marktes. 1999 hatte der Anteil der Redmonder noch bei 35,2 Prozent gelegen. Die Company von Larry Ellison rutschte von 40,4 auf 37,3 Prozent und musste sich damit im Windows-Segment dem Erzrivalen geschlagen geben. Auf Platz drei steht IBM, die ihre Anteile von 15,2 auf 18,5 Prozent erhöhte.

Unangefochtener Marktführer im Segment für Unix-Datenbanken bleibt Oracle mit 66,2 Prozent. Weit dahinter folgt IBM mit 14,4 Prozent. Informix, das kürzlich von IBM übernommen wurde, sicherte sich Platz drei mit 6,7 Prozent des Umsatzes.

Nach Einschätzung von Gartner-Analyst Colleen Graham steht das abnehmende Wachstum im Markt für Datenbanken mit der allgemeinen Konjunkturflaute in Verbindung. Der Wettbewerb der großen Drei Oracle, IBM und Microsoft werde auch künftig das Geschäft prägen. Für Oracle könnte es allerdings schwierig werden, die Marktführerschaft zu verteidigen. Der Hersteller habe mit der Abschaffung des "Concurrent"-Preismodells die Anwender verärgert. Viele Oracle-Kunden müssten mit dem Umstieg auf die verbleibenden Preismodelle, die nach Benutzern beziehungsweise Rechenleistung der Server berechnet werden, höhere Lizenzgebühren zahlen.