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09.07.2004 - 

Lawrence Ellison: "Wir müssen zukaufen, um im Wettbewerb zu bestehen

Oracle braucht Peoplesoft zum Überleben

MÜNCHEN (CW) - Oracle müsse sich der wachsenden Konkurrenz von Seiten Microsofts und SAPs erwehren, gab Oracle-Chef Lawrence Ellison im Prozess zu Protokoll, den das US-Justizministerium gegen den Softwarekonzern führt, um dessen Übernahme von Peoplesoft zu verhindern. Man sei darauf angewiesen, andere Firmen zu übernehmen.

"Oracle will Peoplesoft übernehmen, um den zunehmend härteren Wettbewerb im Markt für Business-Applikationen bestehen zu können", rechtfertigte Ellison den feindlichen Übernahmeversuch. Sein Unternehmen sei gezwungen, Produkte laufend zu verbessern und zu günstigeren Konditionen anzubieten. Das funktioniere allerdings nur mit einer breiteren Kundenbasis, die sich ohne die Hilfe von Akquisitionen nicht gewinnen lasse.

Mit dieser Argumentation verteidigte Ellison die angestrebte Übernahme vor einem Bezirksgericht in San Francisco. Dort versuchen derzeit die Anwälte des US-Justizministeriums, die Akquisition per Gerichtsbeschluss zu verhindern. Sie gehen davon aus, dass der Deal den Wettbewerb im Markt für Geschäftsapplikationen schmälern und in der Folge zu höheren Preisen für die Kunden führen würde.

Dies wollen die Oracle-Verantwortlichen nicht gelten lassen. Nach ihrer Einschätzung beschränkt sich der Wettbewerb nicht auf die großen drei Anbieter SAP, Peoplesoft und Oracle. Als Beleg dafür führen die Anwälte die wachsende Konkurrenz von Seiten Microsofts an, dessen Ambitionen durch die Übernahmegespräche mit SAP, auch wenn diese gescheitert seien, deutlich zutage getreten seien.

Mittlerweile sind die Zeugenvernehmungen vor dem Gericht in Kalifornien beendet. Prozessbeobachter beurteilen die Chancen als ausgeglichen. Bislang sei es keiner Partei gelungen, deutliche Vorteile zu erringen. Am 20. Juli werden beide Seiten ihre Schlussplädoyers halten. Mit einem Urteil von Richter Vaughn Walker wird im August dieses Jahres gerechnet. (ba)