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Punktlandung im vierten Quartal

Oracle dämpft die Hoffnungen auf einen Aufschwung

28.06.2002
MÜNCHEN (IDG/CW) - Gemischt reagierten Analysten auf die jüngsten Zahlen von Oracle. Der Datenbank-Spezialist musste im vierten Quartal im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode einen deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen, blieb aber im Rahmen der Erwartungen.

Der Oracle-Abschluss war mit Spannung erwartet worden, weil es im Vorfeld Spekulationen um eine Gewinnwarnung sowie angeblich bevorstehende Entlassungen gegeben hatte. Der Umsatz im vierten Quartal lag dann jedoch mit 2,77 Milliarden Dollar sogar leicht über den Prognosen, gleichzeitig aber auch um 16 Prozent unter den 3,29 Milliarden Dollar aus dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Beim Gewinn nach Steuern gelang den Kalifiorniern indes mit 655,9 (Vorjahr: 854,9) Millionen Dollar eine Punktlandung. Für das gesamte Geschäftsjahr 2002 ergab sich bei einem Umsatz von 9,67 (10,96) Milliarden Dollar ein Nettoprofit von 2,22 (2,56) Milliarden Dollar.

Damit kam der Datenbankspezialist trotz der Tatsache, dass nun schon im fünften Quartal in Folge sowie - erstmals seit zehn Jahren - auch für ein gesamtes Geschäftsjahr rückläufige Einnahmen zu verzeichnen waren, mit einem blauen Auge davon. Vor allem vom Umsatz, Lizenzgeschäft und Kosten-Management zeigten sich einige Beobachter überrascht. Das Lizenzgeschäft ging zwar von 1,66 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal auf 1,17 Milliarden Dollar zurück; hier war aber vielfach ein noch stärkerer Einbruch erwartet worden. Im reinen Datenbankgeschäft fielen die Einnahmen im Schlussquartal gegenüber dem Vorjahr um 29 Prozent auf 904,3 Millionen Dollar; im "Applications"-Geschäft sank der Umsatz um 27 Prozent auf 245,7 Millionen Dollar.

Relativ düster fiel die Prognose von Chief Financial Officer (CFO) Jeffrey Henley aus. Man könne derzeit nur "begrenzt" erkennen, ob sich die Situation bei IT-Investitionen bessern werde. Für das nächste Halbjahr sei jedenfalls keine substanzielle Änderung zum Positiven zu erkennen. Für das begonnene erste Quartal geht der Oracle-Finanzchef deshalb davon aus, dass die Lizenzeinnahmen um 15 bis 20 Prozent unter denen des Vorjahres liegen werden. (tc/gh)