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08.11.1991 - 

Für MS-DOS, Sinix und BS2000

Oracle-Datenbank ist jetzt ein Teil des SNI-Angebots

MÜNCHEN (hv) - Ergänzend zum bestehenden Angebot vermarktet die Siemens-Nixdorf Informationssysteme AG (SNI) jetzt auch das Datenbanksystem von Oracle. Die Software wird sowohl unter MS-DOS und dem Unix-Derivat Sinix als auch unter dem proprietären Mainframe-Betriebssystem BS2000 angeboten.

Eine durchgängige Datenbanknutzung auf allen Systemplattformen von Siemens-Nixdorf ist der entscheidende Vorteil, den SNI-Anwender nach Angaben der Stuttgarter Oracle-Filiale von dem Marketing-Abkommen der Konzerne haben. Wie beide Unternehmen versichern, ist dabei vor allem an den Einsatz der Datenbankumgebung in Client-Server-Architekturen gedacht. Für SNI entsteht darüber hinaus die Möglichkeit, die eigene Anwendungspalette um international verfügbare Produkte zu erweitern, die im Oracle-Umfeld entstanden sind.

Gerüchte, nach denen Siemens-Nixdorf im Datenbankbereich langfristig nur noch auf Fremdprodukte wie die Oracle-Datenbank zurückgreifen will, dementieren die Münchner. Die Siemens-Datenbanksysteme UDS und Sesam, so die definitive SNI-Aussage, werden trotz der verstärkten internen Konkurrenz durch das Oracle-System weiterentwickelt und gepflegt.

Abkommen mit ICL und SCO

Wichtigster Datenbankpartner der SNI AG war bisher die Münchner Informix Software GmbH, die ihr Datenbanksystem ausschließlich auf verschiedenen Unix-Systemen - darunter auch Sinix - anbietet. Informix-Marketing-Leiter Werner Niebel verläßt sich auf SNI-Aussagen, wonach der Münchner Konzern im Bereich offener Systeme auch in Zukunft auf die Informix-Datenbank setzen will. Oracle werde wohl vorwiegend im Umfeld proprietärer Systeme vermerktet oder dort, wo eine einheitliche Datenbank über verschiedene Plattformen hinweg eingesetzt werden solle.

Hat die Oracle Corp. mit Siemens-Nixdorf einen engen Informix-Partner auf ihre Seite gezogen, so ist dem Datenbankhersteller ein ähnlicher Coup mit dem traditionell auf Ingres-Produkte ausgerichteten Hersteller ICL gelungen. Oracle ist neuerdings Value Added Reseller (VAR) für die Unix-Systeme DRS 3000 und DRS 6000 von ICL. Beide Unternehmen arbeiten derzeit daran, die Produktpalette von Oracle auf ICL-Plattformen zu portieren. Branchen-Insider vermuten, daß die japanische Muttergesellschaft Fujitsu hinter der Oraclefreundlichen Unternehmenspolitik ihrer britischen Tochter steckt.

Ein Technologie- und Marketing-Abkommen hat der Datenbankhersteller auch mit der Santa Cruz Operation (SCO) abgeschlossen. Gegenstand der Vereinbarung ist unter anderem die Ankündigung Oracles, sämtliche Produkte auf den SCO-Unix-Umgebungen System V, Open Desktop und Multiprocessing Extension (MPX) zur Verfügung zu stellen und zu pflegen. Beide Unternehmen, so der US-Branchendienst "Business Wire", werden bei Portierung und Support der Produkte eng zusammenarbeiten.