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04.04.2003 - 

200 Mitarbeiter erhalten die rote Karte

Oracle Deutschland entlässt jeden dritten Berater

MÜNCHEN (CW) - In einem internen Schreiben, das verschiedenen Medien zugespielt wurde, hat die Geschäftsführung von Oracle Deutschland den Abbau von rund 200 Stellen im Consulting-Bereich angekündigt. In dieser Division sind insgesamt 608 Mitarbeiter beschäftigt.

Firmensprecherin Chari Lazaridis bestätigte den Personalabbau. Sie erklärte, die betroffenen Berater würden wahrscheinlich Aufhebungsverträge erhalten. Die entsprechenden Gespräche würden in den kommenden Wochen geführt, vor dem 31. Mai 2003 wolle Oracle aber niemanden entlassen. Der Betriebsrat wollte sich zu dem Vorgang nicht äußern.

Die bei Oracle angesichts des mäßigen Geschäftsverlaufs eingeführte Teilzeitregelung - 20 Prozent weniger Arbeitszeit bei 15 Prozent weniger Gehalt - habe nicht den gewünschten Erfolg gebracht, erklärte das Unternehmen. Die Regelung werde deswegen nicht über Ende Mai hinaus verlängert.

Oracle hatte, so das anonyme Schreiben, in den vergangenen Monaten das Geschäftsmodell seiner Beratungssparte einer Analyse unterzogen. Das Ergebnis war offensichtlich entmutigend. Auch die Einschätzung der Marktperspektiven fiel negativ aus. Eine kritische Würdigung des Auftragseingangs, der Auslastung der hausinternen Beraterschaft, des möglicherweise zu erzielenden Gewinns sowie der Kosten, die vor den eigentlichen Vertragsabschlüssen anfallen, ergab, dass Oracle die selbst gesteckten Ziele nicht erreicht habe. Zudem falle bezüglich der genannten Kriterien ein Vergleich mit anderen Anbietern von Beratungsdienstleistungen negativ aus.

Oracle werde die Consulting-Organisation neu ausrichten müssen und dazu unter anderem verstärkt die Themen Partner-Engagement und Near-Shore-/Off-Shore-Delivery angehen. Dazu gehöre leider auch, so die Geschäftsleitung, dass "wir damit den Abbau von zirka einem Drittel der etwa 608 Consulting-Stellen bekannt geben müssen". Derzeit liefen die ersten Gespräche mit den Betriebsräten. Man werde die Consulting-Mitarbeiter über den Stand der Dinge in diesem Prozess informieren und bedauere die Entwicklung ganz außerordentlich. (jm)