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21.03.2006

Oracle erhöht Druck auf SAP

Datenbankgeschäft schwächelt, Applikationsumsätze legen zu.
Das Wartungs- und Supportgeschäft macht fast die Hälfte des Um- satzes aus. Vor wenigen Jahren lag der Anteil noch unter 40 Prozent.
Das Wartungs- und Supportgeschäft macht fast die Hälfte des Um- satzes aus. Vor wenigen Jahren lag der Anteil noch unter 40 Prozent.

Mit einem um 18 Prozent gestiegenen Umsatz von 3,47 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 765 Millionen Dollar (plus 42 Prozent) hat Oracle gute Zahlen für sein drittes Geschäftsquartal vorgelegt. Vor allem die steigenden Einnahmen im Anwendungsgeschäft strich der weltweit zweitgrößte Softwarehersteller bei der Präsentation seiner Ergebnisse heraus: Die 877 Millionen Dollar unter diesem Posten bedeuteten ein Plus von 74 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Mit 608 Millionen Dollar (plus 73 Prozent) machen dabei die Wartungsumsätze den Löwenanteil aus. Die Lizenzeinnahmen legten im Jahresvergleich um 77 Prozent auf 269 Millionen Dollar zu.

Oracle

Q3/05 Q3/06

Umsatz 2950 3470

Ergebnis 540 765

Angaben in Millionen Dollar

Oracle freue sich hier in erster Linie über die guten Zahlen aus Europa, frohlockte President Charles Phillips. Es sei gelungen die Applikationsumsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal um 119 Prozent auf 96 Millionen Dollar zu steigern. "Es ist sehr befriedigend, im Hinterhof der SAP gut gearbeitet zu haben." Absolut gesehen kommt der Datenbankspezialist aber bei weitem nicht an den deutschen Softwarekonzern heran. SAP wies im vierten Quartal 2005 in Europa Softwareeinnahmen von rund 760 Millionen Dollar aus. Auch in Amerika haben die Badener mit einem Umsatz von rund 516 Millionen Dollar die Nase vorn. Hier kam Oracle im abgelaufenen Quartal auf Applikationseinnahmen von 148 Millionen Dollar.

Schleppend laufen dagegen nach wie vor die Geschäfte im Datenbank- und Middleware-Geschäft. Hier wies Oracle Einnahmen von rund 1,9 Milliarden Dollar aus, ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Lizenzumsätze erhöhten sich um gerade vier Prozent auf 827 Millionen Dollar, die Wartung steuerte knapp 1,1 Milliarden Dollar bei (plus sechs Prozent). Vor allem die schwachen Lizenzzuwächse enttäuschten die Analysten. Sie hatten mit etwa 850 Millionen Dollar gerechnet.

Oracle-Chef Lawrence Ellison lenkte den Blick der Analysten und Investoren derweil von den Lizenz- auf die Support- und Wartungseinnahmen. Die Bedeutung dieses kontinuierlichen Umsatzstroms steige. Im dritten Geschäftsquartal machte dieser Posten mit rund 1,7 Milliarden Dollar bereits fast die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. Innerhalb der Bestandskundschaft liege Ellison zufolge auch das größte Potenzial. "Das Geschäft bietet Margen von 90 Prozent und mehr." (ba)