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19.04.2002 - 

Bislang hat sich nur mäßiger Erfolg eingestellt

Oracle hält am Outsourcing-Kurs fest

AMSTERDAM (CW) - Oracles Outsourcing-Anstrengungen in Europa tragen offenbar Früchte. Angaben des Softwareherstellers zufolge nutzen 110 Kunden in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (Emea) dessen Auslagerungsofferten. Vor zwei Jahren waren es erst zehn.

Das Gros der europäischen Outsourcing-Nutzer lässt seine Datenbank von Oracle verwalten. 88 Unternehmen fragen derartige Dienste nach, nur 22 Organisationen beziehen entsprechende Services für ihre Applikationen. Zwar registrierte Oracle damit einen erheblichen Anstieg der Kundenzahl, doch der Erfolg relativiert sich bei einem Blick auf die Gesamtschar der Oracle-Kunden. In der Emea-Region gibt es rund 3500 Unternehmen mit Oracle-Applikationen und etwa 85000 mit Datenbanklösungen. Das ernüchternde Verhältnis zwischen Gesamtkundschaft und Outsourcing-Nutzern ist für die Verantwortlichen jedoch kein Grund, die Bemühungen in diesem Segment einzustellen. Erst Mitte März gab sich Finanzchef Jeff Hanley öffentlich überzeugt davon, dass Oracle im Jahr 2006 eine Milliarde Dollar mit Outsourcing-Services einnehmen wird.

Das aktuelle Serviceportfolio besteht aus drei Servicearten. "Oracle E-Business Suite Outsourcing" umfasst die Auslagerung des gleichnamigen Oracle-Pakets bestehend aus CRM-, SCM-, Financial- und Human-Resource-Modulen. Wollen Kunden den Betrieb der Datenbank dem Hersteller übertragen, wird dies im Rahmen des Angebots "Oracle Technology Outsourcing" gemacht. Beide Dienste lassen sich mit drei Hosting-Modellen kombinieren. Je nachdem, wo Server samt Software stehen, sind dies "At Oracle", "At Customer" und "At Partner". Schließlich liefert der Anbieter noch Software für die Vertriebssteuerung (sales.oracle.com), für die Kundenbetreuung (support.oracle.com) und die Beschaffung (procurement.oracle.com) bedarfsweise aus. Zu beziehen sind diese Lösungen mittels der "Oracle On Demand Services".

Verschiedene Aspekte lassen die Oracle-Verantwortlichen auf größeren Erfolg im Servicemarkt hoffen. Zum einen erhalten sämtliche Vertriebsmitarbeiter künftig Prämien, wenn sie Outsourcing-Verträge abschließen können. Außerdem sollen eigens Verkäufer für die Serviceofferten eingestellt werden. Schließlich plant Oracle, 60 Millionen Dollar in neue Hosting-Center zu investieren. Damit verbinden die Manager ehrgeizige Pläne: "Wir glauben, dass bis zum Jahr 2006 insgesamt 25 Prozent unserer Applications-Nutzer outsourcen werden", gab sich Robert Fleming, Senior Marketing Director, zuversichtlich.

Rückendeckung bekommt Oracle von den Analysten der Yankee Group. Sie wähnen Oracle auf dem richtigen Weg, denn die Art und Weise, wie Software künftig erstellt und verkauft wird, wird sich wandeln. Verbleibt die Lösung beim Hersteller, lassen sich schneller und vom Kunden unbemerkt Änderungen und Verbesserungen einflechten. Als Betreiber einer Infrastruktur für mehrere Kunden ließe sich zudem die Applikationsintegration über Unternehmensgrenzen hinweg realisieren. Im Großen und Ganzen pflichtet Charles Holmes, Senior Analyst bei Forrester Research, dieser Einschätzung bei. Auch das Ziel von Oracle, 25 Prozent seiner Applications-Nutzer von dem Outsourcing-Modell zu überzeugen, sei realistisch. Lediglich die Frage nach der absoluten Zahl bleibe offen. "Oracle hat in den letzten Quartalen einige Probleme gehabt. Ich weiß nicht, ob 25 Prozent der Nutzer viel sein wird. Zurzeit fällt die Kundenzahl", so Holms. (jha)

Abb: IT-Services in Europa

Forrester Research rechnet mit zweistelligen Wachstumsraten pro Jahr beim IT-Outsorucing. Quelle: Forrester Research