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08.04.2005

Oracle harmonisiert mit Oblix ERP-Zugriff

Die gekaufte Identity-Management-Technik hilft Oracle bei der Softwareintegration.

Für eine nicht genannte Summe hatte Oracle Ende März die amerikanische Firma Oblix, einen Spezialisten für Identity-Management, gekauft. Solche Technik kann der Datenbankspezialist gut gebrauchen, verfügt er doch durch die Übernahmen von Peoplesoft und Retek nun einschließlich der eigenen E-Business Suite mittlerweile über vier unterschiedliche ERP-Linien mit eigener Benutzerverwaltungen und Login-Funktionen. Mit der Oblix-Lösung "Core ID" könnten diese Anmeldemechanismen harmonisiert werden. Die Software dient unter anderem dazu, auf Firmenportalen einen transparenten Anmeldevorgang zu realisieren. Aus diesem Grund zählt zum Beispiel der Portalspezialist Plumtree zu den namhaften Oblix-Resellern.

Über ein gemeinsames Anwendungs-Login wären Anwender in der Lage, sich beispielsweise sowohl an der Finanzbuchhaltung der E-Business Suite als auch an der Lohnbuchhaltung des Personalverwaltungssystems von Peoplesoft anzumelden. Somit dient der jüngste Zukauf auch der als "Project Fusion" genannten Produktstrategie, mit der Oracle die eigenen Applikationen und die Peoplesoft-Produkte zusammenführen möchte.

Oblix eignet sich dazu, zwischen Verzeichnis- und Zugriffssystemen zu vermitteln, die nicht an eine Applikation gebunden sein müssen. Dazu zählt auch Microsofts .NET-Plattform sowie das Verzeichnissystem "Dir X" von Siemens. "Share ID", ein weiteres Produkt der übernommenen Firma, gestattet es, Benutzeridentitäten über Firmengrenzen hinweg gemeinsam zu nutzen. Gebrauch machen davon Unternehmen, um Partnern oder Kunden einen Portalzugang zu IT-Systemen einzurichten. Die Authentifizierung von Anwendern in heterogenen Umgebungen soll möglichst reibungslos vonstatten gehen, was insbesondere dann wertvoll ist, wenn zahlreiche einzelne Applikationen über Web-Services-Schnittstellen interagieren. Für die Authentifizierung zwischen Anwendungen sorgt das Oblix-Produkt "Core SV".

Ein einheitliches, abgesichertes Login für unterschiedliche Applikationen (Single-Sign-on) ist nicht nur bequem für den Endanwender, sondern senkt auch die Kosten für die Systemadministration. Solche Umgebungen lassen sich viel leichter einrichten, wenn die Zugriffsverwaltung nicht an eine bestimmte Anwendung gebunden, sondern ein Bestandteil der Infrastruktur ist. Oracles Applikations- und Portal-Server konkurrieren mit denen von Sun und IBM, die bereits über eigene Identity-Management-Produkte verfügen. (fn)