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08.11.1996 - 

Gegen das PC-Monopol

Oracle-Hausmesse hat den Network Computer zum Thema

Sich ihrer Führungsrolle im Datenbanksektor offenbar gewiß, nutzt die Oracle Corp., Redwood Shores, das Ereignis, um Schlüsseltechnologien vorzustellen, die die Microsoft-Hegemonie auf dem Desktop erschüttern sollen, schreibt die CW-Schwesterpublikation "Computerworld". Allerdings müsse das Unternehmen selbst unter der eigenen Klientel Überzeugungsarbeit leisten.

In der Theorie verschwindet mit dem netzzentrierten Computing das Microsoft-Logo und damit die Macht und Anziehungskraft des Desktop-Moguls gewissermaßen hinter der Netzumgebung. "Ich muß nicht wissen, welche Plattform jemand am anderen Ende der Leitung einsetzt, um mit ihm via Internet zu kommunizieren", bringt es Robert Rubin, Chief Information Officer bei der Elf Atochem North America Inc., auf den Punkt.

NCs für Profis und Consumer

Dennoch habe sich Oracle mit der Idee des Netz-Computers (NC) noch nicht durchsetzen können, meint der Oracle-Kunde. Wie auch viele Anwender hierzulande gibt er zu bedenken, der NC werde zwar sicher eine Rolle in den Anwenderunternehmen spielen, ob eine dominierende, sei allerdings noch unklar.

Immerhin kündigten einige Hardwarehersteller auf der Hausmesse von Oracle ihre Varianten des NCs an. RCA General Electric etwa will einen mit einer Set-top-Box ausgestatteten NC für rund 300 Dollar auf den Markt bringen. "Janesa" für 500 Dollar von der Funai Electric Co. Ltd. zielt wie das RCA-Modell ebenfalls auf den Consumer-Markt, soll aber darüber hinaus auch professionellen Ansprüchen genügen. Die Auslieferung ist für den kommenden Dezember geplant.

Akai Digital kündigte zum Preis von 350 Dollar den "Internet Connection NC" für das Frühjahr 1997 an, und Idea liefert die "Internet Client Station" (ICS), für 500 Dollar ab sofort aus. Proton Industrial Electronic Co. Ltd. plant die Auslieferung des "Xavier Set-top-Box NC" (500 Dollar) für das Frühjahr kommenden Jahres. In demselben Zeitraum will auch Uniden mit einem portablen NC auf den Markt gehen. Acorn schließlich wartet auf der Messe mit vier neuen NC-Typen auf: dem "Office NC", dem "Execphone NC" mit integriertem Telefon, einem Set-top-Box- und einem Fernseh-NC.

Oracle will in Kürze eine Software-Umgebung für den NC herausbringen. Dazu gehören Java-Applets, die derzeit den Codenamen "Hat Trick" tragen. Sie sollen eine Thin-Client-Alternative zu der Bürosoftware "Microsoft Office" bieten. Oracle beabsichtigt, die 2 MB große Software ab Frühjahr 1997 auzuliefern und in "Inter Office 4.0" einzubinden. Zudem plant Oracle Entwicklungs-Tools, mit denen sich Desktop-Applikationen auf Intranet-basierte Server übertragen lassen. Die Veranstaltung in San Franzisko findet entgegen Ankündigungen der International Oracle User Group-America (IOUG-A) im Frühjahr nun doch mit ihrer Beteiligung statt. Im Gegenzug hat sich Oracle bereit erklärt, seinerseits bei der IOUG-A-Gegenveranstaltung, die im kommenden Frühjahr in Dallas stattfinden soll, aufzutreten.