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26.04.2005

Oracle hofft auf bessere Anwendungsgeschäfte

Der Datenbankspezialist will SAP in Deutschland Kunden abspenstig machen.

Nach der Übernahme von Peoplesoft macht sich das deutsche Oracle-Management Hoffnungen, auch in Deutschland gegenüber SAP Boden im Applikationsgeschäft gutmachen zu können. "Die Vorzeichen dafür stehen gut", sagte Rolf Schwirz, Regional Senior Vice President Nordics & Germany bei Oracle, unlängst vor der Presse in München. So habe Peoplesoft im vergangenen Geschäftsjahr in Deutschland trotz aller Irritationen durch den bis zum Jahresende währenden Übernahmekampf ein Rekordergebnis erwirtschaftet. Gleiches kündigte Schwirz für Oracle an, dessen Geschäftsjahr Ende Mai 2005 endet. "Beide Gruppen sind in Deutschland erfolgreich", so sein Fazit. Konkrete Zahlen will er jedoch nicht nennen.

Zumindest im ERP-Markt scheint Oracle aber einige Probleme zu haben. Laut den jüngsten Zahlen der Analysten von Pierre Audoin Consultants (PAC) verzeichnete der Datenbankspezialist im Geschäft mit Enterprise-Resource-Planning-(ERP-)Lösungen zuletzt rückläufige Umsätze im hiesigen Markt. Nach Einnahmen von 34 Millionen Euro im Jahr 2003 standen laut PAC im darauf folgenden Jahr nur mehr 33 Millionen Euro zu Buche. Insgesamt kommt Oracle auf einen Anteil von zwei Prozent am deutschen ERP-Markt.

"Wir müssen realistisch bleiben", warnt der 46-jährige Manager trotz allem zur Schau getragenen Optimismus vor zu hohen Erwartungen. Die Kunden würden sicher nicht in Scharen wechseln und Oracle die Türen einrennen. Gerade Wechselentscheidungen im ERP-Umfeld bedeuteten eine Mutprobe für die IT-Verantwortlichen. Daher lege Oracle großen Wert darauf, dass diese Vorhaben gelängen. "Die Projektqualität hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert", bilanziert Schwirz.

Allerdings ist die Integration von Peoplesoft in Deutschland aufgrund rechtlicher Beschränkungen noch nicht abgeschlossen. Derzeit befinde man sich in der ersten Phase der Verschmelzung, berichtet der Manager. Die endgültige Fusion beider Geschäftsbereiche hofft Schwirz mit dem Beginn des neuen Geschäftsjahres 2006 Anfang Juni erreicht zu haben. Der im Zusammenhang mit der Fusion angekündigte Stellenabbau sei mittlerweile abgeschlossen. Während weltweit rund zehn Prozent des Personals nach der Fusion ihren Hut nehmen mussten, sei die Rate in Deutschland geringer gewesen. So habe Oracle fast alle Mitarbeiter der Bereiche Vertrieb und Consulting übernommen, um "die Kontinuität an der Kundenschnittstelle zu wahren". Lediglich im administrativen Bereich habe es aufgrund von Überschneidungen Personalabbau gegeben. Diese Entscheidungen seien jedoch fair und ohne Rücksicht auf die Firmenherkunft der Betroffenen gefallen, versichert der Oracle-Manager. (ba)