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02.10.2008

Oracle macht den Daten Dampf

Gemeinsam mit Hewlett-Packard hat der Hersteller eine Data-Warehouse-Appliance entwickelt. Mehr Intelligenz direkt im Speicher soll die Abfragen beschleunigen.

Oracle-Chef Lawrence Ellison ließ es sich nicht nehmen, zum Finale der Kunden- und Partner-Konferenz Openworld in San Francisco das neue Data-Warehouse-System persönlich zu präsentieren. Die Datenmengen in den Unternehmen würden sich mit erstaunlichen Raten vermehren, verkündete der Firmenlenker seinem Publikum. "Daraus entsteht jedoch ein grundlegendes Problem." Aktuelle Storage-Systeme könnten zwar Hunderte Terabyte Daten aufnehmen. Allerdings seien sie nicht in der Lage, diese Daten schnell von den Festplatten zum Datenbank-Server zu schaffen. Festplatten würden immer größer, aber nicht schneller.

Weniger Daten - schnellere Leitung

Ellison zufolge gibt es zwei Möglichkeiten, dieses Problem zu lösen: die Menge der Daten reduzieren und den Datendurchsatz zwischen Storage- und Datenbank-Server erhöhen. Oracle habe mit seiner jüngsten Entwicklung beides getan. Damit seien die gemeinsam mit HP entwickelten Produkte schneller und leistungsfähiger als konkurrierende Data-Warehouse-Systeme.

Der "Exadata Storage Server" beruht auf einem "Proliant DL180 G5 Server" von Hewlett-Packard. Das Rack-System arbeitet mit zwei Xeon-Quad-Core-Prozessoren von Intel, 8 GB Arbeitsspeicher und beinhaltet zwölf Festplatten mit einer Kapazität von je 300 GB beziehungsweise 1 TB. Insgesamt bietet ein Exadata Storage Server damit 3,6 TB oder 12 TB Daten Platz. Für den Leistungsschub sorgt die spezielle Software "Smart Scan" von Oracle, die direkt auf dem Linux-basierenden Storage-System läuft und alle Datenabfragen optimieren und beschleunigen soll.

Intelligenter Speicher

Diese Software erlaubt es, die Datenmenge, die vom Speicher- in den Datenbank-Server transportiert werden muss, deutlich zu verringern, erläutert Ellison das Prinzip. In herkömmlichen Datenbanksystemen bilde diese Verbindung meist einen Flaschenhals, da zunächst große Datenmengen aus dem Storage in die Datenbank geschaufelt werden müssten. Die Exadata-Software sorge jedoch dafür, dass Teile der Datenbankabfragen bereits im Speicher abgearbeitet werden und nur die daraus resultierenden Abfrageergebnisse an den Datenbank-Server übermittelt werden müssten.

Der Exadata Storage Server kann separat geordert werden, um das System gemeinsam mit einem bereits vorhandenen Datenbank-Server zu betreiben. Allerdings erfordert die Exadata Storage Server Software Oracles aktuelle Datenbank ab der Version 11.1.0.7. Wer sein Data Warehouse ganz neu aufbauen möchte, bekommt von Oracle auch ein Komplettsystem.

Leistungsbremse Festplatte

Die "Database Machine" ist ein Rack, das 14 Exadata Storage Server und acht Proliant DL360 G5 Server von HP mit Oracles aktueller Datenbank 11g Enterprise Edition beinhaltet. Jeder Datenbank-Server arbeitet mit zwei Quad-Core-CPUs von Intel und ist mit 32 GB Arbeitsspeicher bestückt. Für die Verbindung zwischen Storage und Datenbank sorgen zwei Infiniband-Leitungen, die jeweils einen Datendurchsatz von 20 GB pro Sekunde erlauben. Allerdings hängt die Systemleistung von der Geschwindigkeit der Festplatten ab, so dass sich lediglich eine Transferrate von 1 GB/s erzielen lässt. Insgesamt bietet Oracles Database Machine in der größten Ausbaustufe Platz für 168 TB Daten.

4000 Dollar pro Terabyte

Beide Systeme sind ab sofort verfügbar. Kunden können die Data-Warehouse-Appliances direkt bei Oracle bestellen. Der Datenbankspezialist kümmert sich um Vertrieb und Support, HP übernimmt die Lieferung der Hardware und den damit zusammenhängenden Service. Wer sich so ein Highend-Data-Warehouse anschaffen möchte, muss jedoch tief in die Tasche greifen. Für die Database Machine werden 4000 Dollar pro Terabyte fällig. Ein voll ausgebautes System kostet damit 672 000 Dollar. Dazu kommen allerdings noch die Softwarekosten für Datenbank, Real Application Cluster (RAC) und die Exadata Storage Server Software.