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Der Umsatz schrumpfte leicht


16.07.2004 - 

Oracle muss in Deutschland kämpfen

MÜNCHEN (CW) - Der Umsatz des Datenbankkonzerns Oracle in Deutschland sank im vergangenen Fiskaljahr. Dennoch gibt sich das hiesige Management optimistisch, die Einnahmen in den kommenden Monaten wieder verbessern zu können.

Rolf Schwirz, Oracles Deutschland-Chef, hat keinen leichten Job: Der Datenbankmarkt, die tragende Säule des Konzerns, ist vom Verteilungskampf geprägt, und in den übrigen Geschäftsbereichen ist Oracle weit davon entfernt, sich als Marktführer bezeichnen zu können. Dennoch gab sich Schwirz vor Journalisten in München zuversichtlich und berichtete von Ergebnissen des vergangenen Fiskaljahres, "die erfreulich ausgefallen sind". Konkreter wurde der Manager nicht, denn die Zahlen einzelner Länder verschweigt Oracle mit Ausnahme der Umsätze.

Im vergangenen Geschäftsjahr (Ende: 31. Mai) nahm das Softwareunternehmen hierzulande 430 Millionen Euro ein, 16 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Schwirz erklärte dies mit der Entscheidung, den Consulting-Bereich herunterzufahren und das Geschäft an Partnerunternehmen zu übertragen. Durch diesen Schritt sei der Beratungsumsatz deutlich gesunken, während er in allen anderen Softwaresegmenten gestiegen sei. Im vergangenen Jahr habe Oracle die Profitabilität in Deutschland verbessern können.

Große Sprünge in den IT-Budgets der Kunden erwartet der Oracle-Manager nicht, eher lasse sich ein Umsatzanstieg im einstelligen Prozentbereich verwirklichen. Ziel ist, die Marktanteile in den vier Kernsegmenten Datenbanken, E-Business-Programme, Collaboration-Tools und Application-Server auszubauen. Vor allem im ERP-Segment hat der Konzern hierzulande keinen leichten Stand gegen den Platzhirsch SAP. "Es ist eine Frage des Mutes", so Schwirz über die potenziellen Kunden, sich im Heimatland des Marktführers gegen diesen zu entscheiden. Zu der Umsatzverteilung der "vier Säulen" von Oracle wollte sich Schwirz ebenfalls nicht äußern. Indes gab er zu Protokoll: "Wir sind ein diversifiziertes Unternehmen geworden." Derzeit beschäftigt Oracle hierzulande rund 1300 Mitarbeiter, etwa 20000 Kunden haben die Software im Einsatz. Schwirz widersprach außerdem Vorhaltungen, der Markt für Unternehmenssoftware sei gesättigt: "Wir können in Deutschland bei den großen Kunden noch was holen." (ajf)