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19.12.1997 - 

Börsenspot

Oracle: (Noch) kein Grund zur Panik

Von Arnd Wolpers*

Mit Kursverlusten von knapp 30 Prozent reagierte die Oracle-Aktie auf das enttäuschende zweite Quartal. Bei einem Handelsvolumen von 93,2 Millionen Aktien (sonst werden im Durchschnitt pro Tag 6,8 Millionen Aktien an der Wallstreet gehandelt) fiel der Titel um 9,25 auf knapp über 23 Dollar. Damit aber nicht genug: Der Datenbankspezialist riß die gesamte Technologiebranche in einen Abwärtssog. Anschließend machte das Unternehmen nicht den enttäuschenden Quartalsgewinn von 19 Cent je Aktie, sondern die Unsicherheit aufgrund der Wirtschaftsprobleme in Asien sowie Wechselkursschwankungen (siehe auch Seite 40) für den Kurseinbruch verantwortlich.

Diese Interpretation wird zwar durch die Verlangsamung des Oracle-Wachstums in Fernost gestützt; Experten sehen jedoch auch unternehmensspezifische Gründe. So verbesserte sich das US-Geschäft zwar um 29 Prozent, blieb aber mit 861 Millionen Dollar hinter den Erwartungen zurück. Auch die Verkäufe an die vermeintliche Boombranche, also die TK-Unternehmen, brachen ein. Und darüber hinaus greifen mehr und mehr Oracle-Kunden auf die weniger teuren Database-Lösungen für Windows NT zurück. Ganz zu schweigen von der Tatsache, daß sich immer mehr Anwender fragen, ob Oracle (noch) ein Datenbank- oder schon längst ein NC-Spezialist ist. Andererseits dürften die Bestrebungen institutioneller Anleger, ihre hohen Buchgewinne bei den Technologieaktien zu sichern, zu den panikartigen Verkäufen beigetragen haben. Trotz allem sollte sich daher die Oracle-Aktie auf Jahressicht besser als der Markt entwickeln können.

*Arnd Wolpers ist Geschäftsführer der Vermögensverwaltungsgesellschaft CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüberhinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere kursschwankungen gekennzeichnet.